Viele Höhenmeter und danach eine anspruchsvolle Abfahrt: Das Backwoods Carbon verbindet Westons direktionalen Freeride-Shape mit einem aufwendigeren Leichtbau. Wer es in die Auswahl nimmt, sollte nicht nur auf die Grammzahl schauen. In unserem Test war gerade die straffe Abstimmung die entscheidende Frage.
Passt das Weston Backwoods Carbon Splitboard 26/27 zu Deinen Touren?
Es passt als Konzept zu alpinen Splittern und aktiven Freeridern, die ein unterstützendes Board aktiv fahren können. Für ein besonders leichtes Trainingsset zählt trotzdem die Summe aus Board, Bindung und Fellen. Für entspannte Touren ist die günstigere Standardversion ein ernsthafter Gegenvergleich.
Was bringt Dir der Shape auf der Abfahrt?
Die breite Nose, 18 mm Taper und Camber unter den Füßen bleiben der Backwoods-Gedanke. Carbon, ein leichterer Kernaufbau und die aktuellen Phantom-Verbinder unterscheiden die angebotene Carbonversion. Der Aufbau soll Gewicht sparen und direkt reagieren. Ob sich diese Direktheit gut anfühlt, hängt stark von Deinem Gewicht und Deiner Fahrweise ab.
Worauf kommt es im Aufstieg an?
Auf dem Zustieg hilft ein leichtes Board besonders bei langen Tagen und vielen Spitzkehren. Es kann aber keinen seitlich nachgebenden Boot ausgleichen. Prüfe zuerst, ob Schuh, Highback und Board gemeinsam Druck auf die Kante bringen, statt nur die Boardgewichte nebeneinanderzustellen.
Wie findest Du die richtige Größe?
Die Auswahl lautet 157, 160, 163 Wide und 167 Wide. Die Wide-Größen sind nicht einfach längere Versionen derselben Breite. Unser Testboard ist als 163 cm mit 2,85 kg notiert; diese Messung gehört zu der gefahrenen Ausführung und ersetzt nicht die heutige Herstellerangabe.
Wie passen Boots, Bindung und Board zusammen?
Ein stützender Boot mit gutem Fersenhalt und ein passendes Highback sind für einen straffen Shape sinnvoll. Wenn Du den Flex mit Deinem Gewicht nicht angenehm belasten kannst, macht eine noch härtere Bindung das Board nicht automatisch zugänglicher.
Plane Dein Tourenset als Ganzes: Ein leichteres Brett bringt wenig, wenn der Boot nicht hält oder Du mit zu viel Breite auf jeder Querung kämpfen musst. Wähle zuerst ein passendes Board für Deine Abfahrten und stimme dann Boot, Highback und Bindung darauf ab. Auch Felle müssen in Länge, Breite und Befestigung passen. Vor der ersten Tour lohnt ein vollständiger Umbau zu Hause, mit genau den Teilen, die später im Rucksack liegen.
Mehr zur Abstimmung findest Du in unserem Splitboard Gearguide.
Welche eigenen Testerfahrungen helfen Dir bei der Auswahl?
Unser Backwoods-Carbon-Test in der fortlaufenden Testdatei 26/27 betrifft ein gefahrenes 163er mit 2,85 kg. Die aktuelle Herstellertabelle nennt beim 163W dagegen 3,15 kg. Wir behandeln unsere Erfahrung deshalb als Vergleich mit dem tatsächlich gefahrenen Board; eine identische Konstruktion der aktuellen Ausführung ist damit nicht belegt. Auch die im Test erwähnte Ersparnis von fast einem Kilogramm bezieht sich auf unseren damaligen Vergleich mit dem Standard-Backwoods.
Bergauf gefiel uns das leichte Board deutlich: Es lag gut auf der Spur, hielt die Kante und ließ sich unter den damaligen Bedingungen gut umsetzen. Die Notiz zu Spitzkehren auf bis zu 40 Grad steilem, hartem und griffigem Schnee beschreibt diese Beobachtung, keine allgemeine Einsatzfreigabe. Schnee, Spur und Können entscheiden wesentlich mit.
Auf der Abfahrt war uns das Carbon-Backwoods zu hart. Wir bekamen die Abstimmung mit den leichteren Testern nicht so bewegt, wie wir es vom klassischen Backwoods kannten. Das ist die entscheidende Kaufhilfe: Ein steifer Carbonaufbau kann für kräftigere Fahrer passen, nimmt leichteren Fahrern aber unter Umständen die Leichtigkeit im Turn. Unsere Einzelwerte dazu stehen rechts; das Overall Rating in der Übersicht gehört ebenfalls zu diesem Testboard.
Unsere früheren Testberichte: Weston Backwoods Carbon Split.
Was hat sich gegenüber dem Vorjahr und früheren Modellen geändert?
Weston kennzeichnet diese Ausführung für 26/27. Eine vollständige Liste technischer Änderungen gegenüber 25/26 veröffentlicht die aktuelle Produktseite nicht. Deshalb lässt sich aus der Saisonbezeichnung allein weder ein neuer Shape noch ein besseres Fahrgefühl ableiten. Prüfe beim Vergleich Länge, Breite, Aufbau und Hardware der beiden konkreten Boards. Gerade beim Wechsel zwischen Standard und Carbon vergleichst Du unterschiedliche Abstimmungen und nicht bloß zwei Jahrgänge.
Welche Alternativen solltest Du vergleichen?
Vergleiche Weston Backwoods Splitboard und Weston Gnarnia Carbon Splitboard. Die Unterschiede nach Fahrstil und Einsatz findest Du oben. Für eine Probefahrt helfen ähnliche Größen, eigene Boots und ein vertrauter Stance. Entscheidend ist nicht die spektakulärste Abfahrt im Werbevideo, sondern ob Dir das Board auch in engem Gelände und nach einem langen Aufstieg entgegenkommt.
FAQ: Was möchtest Du vor der ersten Tour wissen?
Für wen lohnt sich der Carbonaufbau?
Wenn Du lange Touren gehst und die straffe Unterstützung bewusst suchst. Im gefahrenen 163er mochten wir den Aufstieg, fanden es bergab für uns leichte Tester aber zu hart. Ein fixes Testergewicht nennen wir wegen widersprüchlicher Altdaten nicht.
Wie finde ich die passende Länge und Breite?
Die Auswahl lautet 157, 160, 163 Wide und 167 Wide. Die Wide-Größen sind nicht einfach längere Versionen derselben Breite. Unser Testboard ist als 163 cm mit 2,85 kg notiert; diese Messung gehört zu der gefahrenen Ausführung und ersetzt nicht die heutige Herstellerangabe.
Habt Ihr dieses Board selbst getestet?
Ja, ein Backwoods Carbon in 163 cm mit 2,85 kg. Weil die aktuelle Herstellertabelle für 163W 3,15 kg nennt, kennzeichnen wir den Bericht als Vergleich zum gefahrenen Board und bestätigen keine identische aktuelle Konstruktion.
Wie stimme ich Boots und Bindung auf das Board ab?
Ein stützender Boot mit gutem Fersenhalt und ein passendes Highback sind für einen straffen Shape sinnvoll. Wenn Du den Flex mit Deinem Gewicht nicht angenehm belasten kannst, macht eine noch härtere Bindung das Board nicht automatisch zugänglicher.
Was ist im Preis inbegriffen und was brauchst Du zusätzlich?
Plane passende Felle, Bindung und das dafür benötigte Interface zusätzlich ein. Prüfe den konkreten Lieferumfang, damit beim Preisvergleich dieselben Teile enthalten sind.
Was unterscheidet das aktuelle Board vom Vorjahr?
Weston kennzeichnet diese Ausführung für 26/27. Eine vollständige Liste technischer Änderungen gegenüber 25/26 veröffentlicht die aktuelle Produktseite nicht. Deshalb lässt sich aus der Saisonbezeichnung allein weder ein neuer Shape noch ein besseres Fahrgefühl ableiten. Prüfe beim Vergleich Länge, Breite, Aufbau und Hardware der beiden konkreten Boards. Gerade beim Wechsel zwischen Standard und Carbon vergleichst Du unterschiedliche Abstimmungen und nicht bloß zwei Jahrgänge.
Welche Größen und technischen Daten nennt der Hersteller?
Die Tabelle zeigt Herstellerangaben, keine eigenen Messungen. Größen im aktuellen Modellangebot: 157, 160, 163 Wide, 167 Wide cm.
| Size (cm) | Effective Edge (cm) | Waist Width (cm) | Tip / Tail Width (cm) | Taper (mm) | Setback (mm) |
|---|---|---|---|---|---|
| 157 | 118 | 25.6 | 30.8 / 29 | 18 | 10 |
| 160 | 121 | 25.9 | 31.2 / 29.4 | 18 | 10 |
| 163W | 123.5 | 27.4 | 32.7 / 30.9 | 18 | 10 |
| 167W | 127.5 | 28.1 | 33.7 / 31.9 | 18 | 10 |
| Size | Skin Selection |
|---|---|
| 157 | Splitboard Skin 3 |
| 160 | Splitboard Skin 3 |
| 163W | Splitboard Skin 5 |
| 167W | Splitboard Skin 5 |
Woher stammen Angaben und Bilder?
Weston Backwoods Carbon Splitboard – Herstellerseite. Stand: 16.10.2026. Produktbilder und Maßtabellen stammen vom Hersteller. Eigene Testerfahrungen sind im Testabschnitt dem gefahrenen Board zugeordnet.
Wie sieht das Board aus? (4 Bilder)