Morgens eine harte Spur, oben windgepresster Schnee und im Wald vielleicht noch Pulver: Das Backcountry Climb 2.0 ist Mendiboards Antwort auf solche gemischten Tourentage. Interessant ist es für Dich, wenn Du ein klassisch ausgerichtetes Tourenboard suchst und Dein Budget auch für gute Boots, Bindung und Felle reichen soll.
Passt das Mendiboard Backcountry Climb 2.0 26/27 zu Dir?
Saison 26/27: aktuell vom Hersteller angebotene Ausführung.
Zu welchem Splitboarder-Typ passt das Board?
Freeride-Splitter und vielseitige Tourengeher. Du suchst ein Board für den ganzen Tourentag, nicht nur für die schönsten 300 Höhenmeter. Das Climb 2.0 gehört auf Deine Liste, wenn die Spur morgens hart sein kann und unten wechselnder Schnee wartet. Auch für den Einstieg zählt deshalb die Aufstiegsabstimmung: Gutes Snowboardkönnen ersetzt noch keine Erfahrung in Querungen.
Was bringt Dir der Shape auf der Abfahrt?
Beim 2.0 hat Mendiboard die Form der V-Nose entschärft und das Tail stärker aufgebogen. Die Idee dahinter ist verständlich: Die Nose soll genügend Fläche für Powder behalten, während das Tail den Turn leichter freigibt. Dazu kommt eine äußere PU-Seitenwange. Mendiboard verspricht davon weniger Vibrationen. Ob Du diese Änderung gegenüber einem früheren Backcountry deutlich spürst, lässt sich aus dessen Test allein nicht ableiten. Gerade in zerfahrenem Schnee wäre das für eine Probefahrt ein spannender Vergleich.
Was solltest Du auf der Aufstiegsspur beachten?
Die Form von Nose und Tail erlaubt laut Hersteller, die Hälften beim Aufstieg in ihrer ursprünglichen Seitenzuordnung zu lassen. Das ist eine Option für erfahrene Tourengeher mit sauber paralleler Spurführung. In schmalen Skispuren empfiehlt Mendiboard weiterhin den Seitenwechsel, damit sich die Hälften und Bauteile nicht ins Gehege kommen. Plane also keinen Materialkauf allein um diese Besonderheit herum: Dein Bindungssystem, die Spur und Deine Gehtechnik müssen dazu passen.
Wie findest Du die passende Größe und das richtige Setup?
In der aktuellen Tabelle stehen 153, 157, 161 und 161W. Das W ist hier eine echte Breitenentscheidung: Die 161W hat 264 mm Taille gegenüber 258 mm beim normalen 161er. Für kleine Boots ist zusätzliche Breite kein kostenloses Plus an Auftrieb, sondern bedeutet auch mehr Weg über die Kante. Das 162er aus unserem neuen Backcountry-Test gehört zu einer anderen Ausführung.
Die Herstellerseite bietet reine Boards und zusätzliche Sets an. Der hier angegebene Preis gehört zum Einzelboard. Vergleiche ihn deshalb mit dem passenden Fell, Bindung und benötigten Interface, wenn Du ein komplettes Tourenset planst. Die Zahl auf einem Setangebot sagt erst zusammen mit dem genauen Inhalt, ob es für Dich günstig ist.
Eine praktische Besonderheit bei Mendiboard ist die Fellbefestigung mit dafür vorgesehenen Öffnungen beziehungsweise Aufnahmen. Lass Dir vor der Bestellung die passende Felllänge und den Anschluss für genau Dein Modell bestätigen. Eine allgemeine Zusage zur Bindungskompatibilität ersetzt ebenfalls nicht die Prüfung des benötigten Interfaces und der beiliegenden Teile.
Wie sollten Boot, Bindung und Board zusammenpassen?
Kombiniere es mit Boots, die seitlich Halt geben, und einer Bindung, deren Highback den Druck weitergibt. Ein sehr weicher Schuh kann gerade beim Aufkanten zum begrenzenden Teil des Sets werden. Wenn Du schon ein brauchbares Setup hast, prüfe zuerst dessen Passform, bevor Du für weniger Boardgewicht mehr Geld ausgibst.
Für entspannte Powdertouren muss nicht alles maximal steif sein. Für häufige feste Querungen sollte die Kraftübertragung aber Vorrang vor einem besonders weichen Surfgefühl haben.
Mehr zu dieser Abstimmung findest Du in unserem Splitboard Gearguide.
Welche Testerfahrungen helfen Dir bei der Auswahl?
Das aktuelle Backcountry Climb 2.0 haben wir noch nicht selbst getestet. Unser Backcountry-Test 26/27 betrifft die frühere Ausführung in 162 cm mit einer Gewichtsnotiz von 3,2 kg. Die folgenden Erfahrungen gehören zu diesem gefahrenen Board und helfen Dir beim Vergleich der Modellfamilie.
Was überzeugte uns auf der Tour? Wir konnten das Backcountry mehrfach bei sehr unterschiedlichen Bedingungen fahren. Auf festem Schnee gab die lange klassische Camber viel Halt auf der Kante. Die gute Balance und der Vorwärtszug machten das Gehen angenehm, Spitzkehren gelangen leicht. Im tiefen Schnee half die relativ kurze, aber hochgezogene Nose beim Spuren.
Wie fuhr es sich bergab? Neben Powder und Hardpack blieb uns besonders Bruchharsch in Erinnerung. Die höhere Nose und ihre Auflagefläche halfen dem getesteten Board, aus der Kruste herauszukommen. Es verhakte sich weniger als manche klassischer geformten Vergleichsboards. Das machte die Abfahrt flüssiger und sparte Kraft. Die saubere Verarbeitung und durchdachte Fellbefestigung passten zum positiven Gesamteindruck.
Was bedeutet das für das aktuelle Modell? Der Bericht zeigt, warum wir die Backcountry-Familie als Tourenvergleich ernst nehmen. Beim 2.0 sind Nose, Tail und Teile des Aufbaus überarbeitet. Deshalb bewerten wir dessen neue Details zunächst anhand der Herstellerangaben. Die ältere getestete 150er Frauenvariante aus 21/22 ist nochmals eine andere Ausführung; auch ihre Noten werden hier nicht zum 2.0-Ergebnis.
| Testkriterium | Getestetes Backcountry 162 |
|---|---|
| Allmountain | 80/100 |
| Freestyle | 70/100 |
| Powder | 80/100 |
| Tempo | 70/100 |
| Wendigkeit | 75/100 |
| Kantenhalt Abfahrt | 80/100 |
| Traversieren | 80/100 |
| Gewicht | 75/100 |
| Verarbeitung | 80/100 |
| Nachhaltigkeit | 70/100 |
Die Gesamtfelder für Aufstieg und Abfahrt sind im Testblatt leer. Wir berechnen daraus keine neue Gesamtnote.
Quellen der historischen Erfahrung: Archivbericht 20/21 · Archivbericht 21/22.
Was hat sich gegenüber 25/26 und früheren Modellen verändert?
Mendiboard bietet dieses Modell aktuell an, ohne auf der Produktseite eine vollständige saisonweise Änderungsliste zu veröffentlichen. Wir ordnen das Angebot in die Saisonübersicht 26/27 ein. Aus „neu“ im Produkttext allein lässt sich nicht ablesen, in welchem Jahr jedes Detail geändert wurde. Für einen Kaufvergleich zählen die konkrete Generation, Maße und das tatsächliche Set.
Gegenüber dem älteren Climb beschreibt die 2.0-Seite eine weniger ausgeprägte V-Nose, mehr Tail Rise, eine äußere PU-Seitenwange und Änderungen im Holz-Faser-Aufbau. Diese Änderungen sind konkret benannt; der neue Backcountry-Test in 162 cm kann ihre Wirkung aber nicht unmittelbar bestätigen.
Zum direkten Archivvergleich: Modellseite 25/26.
Welche anderen aktuellen Boards passen zu Deinem Fahrstil?
Vergleiche Mendiboard Sakon und Mendiboard Pro Carbon Series. Die Unterschiede sind oben nach Shape und Einsatz beschrieben. Bei einer Probefahrt helfen ähnliche Größe, die eigenen Boots und ein vertrauter Stance mehr als ein Vergleich zufällig verfügbarer Längen.
FAQ: Was möchtest Du vor der ersten Tour wissen?
Was verändert die Version 2.0 gegenüber dem älteren Climb?
Mendiboard nennt eine weniger ausgeprägte V-Nose, mehr Tail Rise und eine äußere PU-Seitenwange samt überarbeitetem Holz-Faser-Aufbau. Das sind konkrete Herstelleränderungen. Der Backcountry-Test in 162 cm bestätigt nicht automatisch das Fahrverhalten des aktuellen 2.0 in 161 cm.
Welche Größe passt beim Mendiboard Backcountry Climb 2.0?
Aktuell gelistet sind 153, 157, 161, 161W. In der aktuellen Tabelle stehen 153, 157, 161 und 161W. Das W ist hier eine echte Breitenentscheidung: Die 161W hat 264 mm Taille gegenüber 258 mm beim normalen 161er. Für kleine Boots ist zusätzliche Breite kein kostenloses Plus an Auftrieb, sondern bedeutet auch mehr Weg über die Kante. Das 162er aus unserem neuen Backcountry-Test gehört zu einer anderen Ausführung.
Welche eigenen Testerfahrungen gibt es dazu?
Das aktuelle Climb 2.0 haben wir noch nicht selbst getestet. Unser neuer Backcountry-Bericht betrifft die frühere Ausführung in 162 cm. Deren Eindrücke und Einzelwertungen findest Du oben als klar gekennzeichneten Vergleich.
Welche aktuellen Alternativen sollte ich vergleichen?
Mendiboard Sakon und Mendiboard Pro Carbon Series sind die auf dieser Seite beschriebenen Gegenvergleiche. Entscheide zuerst nach Shape, Bootpassform und Deinen häufigsten Touren. Eine andere Materialstufe ist erst dann interessant, wenn diese Grundlagen passen.
Welche Boots und Bindung passen zu diesem Board?
Kombiniere es mit Boots, die seitlich Halt geben, und einer Bindung, deren Highback den Druck weitergibt. Ein sehr weicher Schuh kann gerade beim Aufkanten zum begrenzenden Teil des Sets werden. Wenn Du schon ein brauchbares Setup hast, prüfe zuerst dessen Passform, bevor Du für weniger Boardgewicht mehr Geld ausgibst.
Ist das eine neue Konstruktion für 26/27?
Die aktuelle Herstellerseite datiert nicht jede Änderung nach Saison. Beim Climb 2.0 sind Änderungen gegenüber dem älteren Climb benannt; beim Vergleich zählen immer die genaue Version und die Maße.
Welche Größen und technischen Daten gibt es?
Die Tabelle enthält Herstellerangaben, keine eigenen Messungen.
Welche Maße und Größen nennt der Hersteller?
| Größe (cm) | 153 | 157 | 161 | 161W |
|---|---|---|---|---|
| Nosebreite (mm) | 292 | 296 | 300 | 306 |
| Taillenbreite (mm) | 254 | 256 | 258 | 264 |
| Tailbreite (mm) | 287 | 292 | 294 | 299 |
| Noselänge (mm) | 290 | 295 | 302 | 302 |
| Taillänge (mm) | 185 | 190 | 193 | 193 |
| Effektive Kante (cm) | 114 | 118 | 121 | 121 |
| Radius (m) | 8.6 | 8.8 | 9 | 9.2 |
| Setback (mm) | 25 | 25 | 25 | 25 |
| Fahrergewicht (kg) | 50–70 | 65–80 | 75–100 | 75–120 |
| Boardgewicht (kg) | 2.9 | 3 | 3.1 | 3.2 |
Woher stammen Angaben und Bilder?
Aktuelle Produktdaten, Preis und Produktbilder: Mendiboard Backcountry Climb 2.0 – Herstellerseite. Stand: 15.10.2026. Fotos und Größentabellen stammen vom Hersteller. Eigene und historische Testerfahrungen sind im Testabschnitt beschrieben und den jeweiligen Boards zugeordnet.
Der Backcountry-Bericht 26/27 basiert auf unseren redaktionellen Testnotizen zum gefahrenen 162er.
Wie sieht das Board aus? (5 Bilder)
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