Talort: Hinterriß
 
1 Kommentare

Anspruchsvolle, aber landschaftlich äußerst reizvolle Karwendeltour, mittellanger Zustieg, mit abschließender Steilrinne 50°!
Nur bei sichersten Bedingungen zu verantworten. Wegen der ostseitigigen Rinne oben, die sehr früh in der Sonne steht - früher Aufbruch zwingend notwendig.

Bei sicheren Bedingungen auch im Hochwinter zu machen! Sehr steile Abfahrtsvariante über die Grüne Rinne, mehr dazu im Anhang.
Ausrüstung: komplette Tourenausrüstung + Harscheisen + (Steigeisen)

Splitboard Skitour - Falkenkar - Grün Rinn Scharte
Schwierigkeit SAC: SS
Help? SAC-Level?
 
Gipfelhöhe: 2.339m
 
Starthöhe: 942m
 
Höhendifferenz: 1.400m
 
Gehzeit h:min: 3:30
 
Exposition: Nord,Nord-Ost,Ost,
 
Beste Tourenzeit: Frühjahr
Anreise:

Via B13 über Bad Tölz - Lenggries Richtung Sylvensteinstausee. Vor diesem rechts auf die B372 Richtung Wallgau - Vorderriß abbiegen. In Vorderriß auf der Strasse verbleiben und weiter Richtung Hinterriß in die Eng fahren (L 282 Risstal Landesstrasse). Nach ca. 10 km erreicht ihr Hintrerriß, durch den Ort durchfahren und weiter Richtung Eng.

Vor dem 1. Mai: parken am letzten Parkplatz vor der Wintersperre (Gasthaus Alpenhof)

Nach dem 1. Mai: auf der Mautstrasse weiter bis zum Parkplatz P4 an der Rissbachbrücke (Bild 2)

Tourenbeschreibung
Startpunkt:

Vor dem 1. Mai: Parkplätz Gasthaus Alpenhof

Nach dem 1. Mai: Parkplatz P4 an der Rissbachbrücke (Bild 2)

Aufstieg:

Vom Startpunkt am Gasthaus folgen wir der Strasse (Langlaufloipe) weiter Richtung Eng. Nach ca. 1,5km erreichen wir den Parkplatz P4 und gleichzeitig den Abzweig, der uns über den Rissbach führt (Bild 2). Nach der Brücke nehmen wir gleich den Weg links weg, weiter Richtung Eng. Nach einem weiteren Kilometer, zweigt der Weg rechts ab und steigt rechts Richtung Falkenkar an. Nach kurzer Zeit erreichen wir einen weiteren Wegweiser (Bild 3), der uns rechts ab Richtung Falkenhütte - Karwendelhaus leitet. Diesen nach oben Richtung Falkenkar, wobei wir den bald folgenden Abzweig Richtung Falkenhütte - Karwendelhaus, rechts liegen lassen und weiter dem Weg folgen.

Vom Abzweig Bild 4 nicht verwirren lassen, beide Wege führen später wieder zusammen - ich habe den Rechten gewählt. Diesen an 2 Ansitzen vorbei in den Kessel - Bild 5. Ich bin der roten Route auf Bild 5 gefolgt, die gelben Markierungen sind mögliche Varianten.

Vom Kessel rechtsansteigend in einer Lawinenrinne ca. 100hm mässig steil nach oben, dann linksansteigend in den Wald (Bild 6) queren - Ziel ist oberhalb der 1. Felsbarrieren den Hang zu erreichen. Sobald wir die Latschen, oberhalb der ersten Felsbarriere erreicht haben, den gesamten Hang nach links queren. Am Ende von diesem teilweise von Felsen durchsetzten Steilstufe - rechts, steil durch Latschen in das mittlere Falkenkar aufsteigen.

Ab dem mittleren Falkenkar, das Gelände ausnutzend, in das immer steiler und enger werdene Kar aufsteigen. Am Ende des Kars erreicht ihr rechts die Grün Rinn Scharte, die nach oben hin eine Neigung von 50° erreicht. Achtung Wächten!

Abfahrt:

mehrere Varianten möglich - die sicherste Variante ist immer der Aufstieg! Achtung es gibt mehrere Stellen, wo es ordentlich senkrecht nach unten geht. Es gibt Varianten links und rechts rum, immer abhängig von der Schneelage. Ich werde dazu noch was im angehängtem Post schreiben.

Kartenmaterial:

AV Karte 5/2 Karwendelgebirge Mitte 1:25000

Ascent route map (show/hide)

Log in or register download the gpx track.



 Kommentare

  • 18. März 2015 - 11:44 Zum Kommentieren anmelden oder registrieren.
    Tourenbericht
    Datum der Tour: 16. März 2015
    Gruppengröße: Solo
    Tourenart: Splitboard
    Lawinenwarnstufe: 1
    Gefahrenpotential: Hoch! Leider keine Abkühlung über Nacht, dadurch Rinne oben um 11 Uhr schon stark aufgeweicht. Um 9 Uhr schon mehrere Nasschneelawinen aus den ostseitigen Flanken in das Kar - Abstand halten!
    Ich hatte extra im Auto geschlafen...
    Kommentar / Tourenverhältnisse:

    Ich hatte extra im Auto übernachtet, um einen möglichst frühen Aufbruch zu gewährleisten (Bild 1). Als ich in der Nacht aufegwacht bin, weil ich komplett nassgeschwitzt war und auf das Thermometer geschaut habe: 01:30 Uhr, 1°+ auf 1000hm, war mir schon bewusst was mich am nächsten Morgen erwartet.

    In der früh sah es dann so aus - typische Föhnwetterlage (Bild 2). Nach langem hin und her bin ich aber trotzdem um 7 Uhr aufgebrochen und habe es nicht bereut. Bis auf die letzten 60hm, habe ich gute bis sehr gute Bedingungen vorgefunden.

    Zu den alternativ Routen (gelb): die 2 Steilstufen lassen unterschiedliche Aufstiegsmöglichkeiten zu. Je nach Schneelage, sind diese die schöneren Alternativen. Wer sich aber nicht auskennt sollte, meine Route bevorzugen, dass Risiko ist auf dieser Routre am geringsten einzuschätzen. Beachtet vor allem auch Lawinen die aus den steilen ostseitigen Hängen / Abbrüchen in das Kar abgehen, haltet Abstand! Deshalb betrachte ich die rechte Variante als die definitiv Gefährlichste, wenn man die letzten Höhenmeter die alle Varianten beinhalten außer acht lässt. Aber - man hat auch die meisten unverbauten Abfahrtsmeter auf dieser Variante.

    Trotzdem schaut das Gelände dramatischer aus als es dann es, bei guter Routenwahl kann man das Risiko extrem minimieren.

    Extreme Abfahrtsvariante: Im Bild 5, seht ihr die Grüne Rinne, die rechts vom Falkenkar abzeigt. Den Einstieg erreicht man über eine Querung aus der Scharte. Schaut definitiv spannen aus, sehr steil, mit Felsen durchsetzt, trotzdem in meinen Augen genug Platz. Das wäre auf jeden Fall mal ein Projekt, welches ich aber nicht Solo durchführen möchte. Bei sowas ist dann definitiv die Grenze erreicht ;o)

    Falls einer der alten Hasen aus dem Forum Interesse an solchen Touren hat, ich bin für jedes Abenteuer offen.

    @ Patrick: die Neue Welt wird dieses Jahr nichts. Habe mir das Gelände immer wieder angeschaut, wenn ich vorbeigekommen bin. Der oberste Bereich ist komplett frei gewesen über das ganze Jahr (Schnee + Wind = Standard / Sonne = Frei auch auf 2900m) - läuft ja nicht weg.

    PS.: Bei Fragen könnt ihr euch gerne melden