LWD Tirol
 
Talort: Tux
 
5 Kommentare

Wunderschöne Taldurchquerung mit dem Splitboard oder Tourenski - viele Abfahrtsvarianten für erfahrene EntdeckerInnen. Da man sich in wenig begangenem hochalpinen Gelände bewegt und das ein oder andere etwas steilere Abfahrtsstück dabei ist, habe ich die Tour mit ziemlich Schwierig bezeichnet. Zum Abschluß gibt es einen etwas lästigen Zieher aus dem Tal hinaus. Trotzdem lohnt sich die Tour, wenn Ihr von mehrmaligem Auf- und Abfellen nicht abgeschreckt werdet.

 

Splitboard Skitour - Rastkogel
Schwierigkeit SAC: ZS
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Gipfelhöhe: 2.762m
 
Starthöhe: 2.460m
 
Höhendifferenz: 700m
 
Gehzeit h:min: 4:00
 
Exposition: Nord-Ost,Nord-West,
 
Beste Tourenzeit: Frühjahr
Anreise:

Inntalautobahn (A12) bei Wiesing abfahren, dann Richtung Süden durch das gesamte Zillertal bis Mayrhofen; von dort nach Westen ins Tuxertal und nach Vorderlanersbach zu den Rastkogelbahnen, Auffahrt mit den Liften zum Hoarbergjoch.

Tourenbeschreibung
Startpunkt:

Im Tal des Skigebietes Rastkogelbahnen oder Bergstation des Liftes Hoarbergjoch.

 

Aufstieg:

1. Aufstieg: Wer Lifte scheut, kann auf der Piste bis zur Bergstation des Hoarbergjoch Liftes gehen. Dort fängt die eigentliche Durchquerung an. Von der Bergstation gehen wir mit unseren Splitboards und Ski kurz auf der Piste nach Norden, schon bald ist das Hoarbergjoch zu erkennen (in manchen Karten auch als Grindscharte bezeichnet). Wir gehen leicht Richtung NW in die steiler werdende Scharte. Haben wir diese erreicht gehen wir auf dem Rücken weiter in Richtung Rastkogel, er ist bereits gut zu sehen. Die obersten 40-50 Höhenmeter ist eine sehr steile Flanke, die nur bei sicheren Verhältnissen begangen werden sollte. Wir haben uns den Gipfel aufgrund der Lawinensituation gespart, haben die Flanke gequert und sind weiter Richtung Nordwest gegangen.

2. Aufstieg: Nachdem wir nach einer genußvoll-einsamen Abfahrt in nicht zu steilem Gelände (zwei kurze Steilstufen), vorbei an den steilen Ostflanken von Dreispitzkopf (2604m), Breitenkopf  und Rosskopf (2576m) die Rastkogelseen erreicht haben, fellen wir erneut auf um das Joch (2231m) zwischen Rosskopf und Sidanjoch (2127m) in Richtung Nordwest und dann Nord zu erklimmen. Kurz vor erreichen des Jochs kann ein kleiner Abstecher zum Rosskopf gemacht werden.

Bei schönem Wetter ist die Orientierung relativ einfach und es gibt viele Abfahrtsvarianten.

Wenn Ihr bei der Talstation der Gondel in Hochfügen seid, nehmt Ihr diese nach oben, um dann über die Piste zurück nach Kaltenbach zu fahren, wo Ihr am besten vorher ein Auto deponiert.

Abfahrt:

Vom Rastkogel könnt Ihr bei sicheren Verhältnissen direkt vom Gipfel Richtung Ost-Nord-Ost eine steile Flanke fahren, nach ca 50-100 HM fahrt Ihr eine Kurve nach Links also Richtung Nord-West zur Sidanalm, um dann in die eigentliche Abfahrt zu gelangen.
Danach geht es weiter über relativ sanfte Hänge, vorbei an den steilen Ost-Flanken von Dreispitzkopf (2604m) Breitenkopf und Rosskopf (2576m) bis zu den Roßkogelseen (In der Karte nicht bezeichnet).

Hier fellen wir erneut auf und wie oben beschrieben hiken wir weiter beziehungsweisen nehmen den zweiten Aufstieg in Angriff. Nachdem wir das Joch erklommen haben, geht es nun weiter in Richtung Nord-Ost zur Pfundsalm Mittelleger.
Entweder haltet Ihr Euch links (Blick vom Splitboarder nach unten), mit Vorsicht wegen den steilen Ost-Flanken vom Kleinen Gilfert und dem Pfaffenbichl, oder Ihr haltet Euch möglichst weit oben rechts vom Fluß um an geeigneter Stelle den Bach zu überqueren. Bei guter Sicht sind Hinweisschilder vom Sommerweg erkennbar. Im Winter ist der Weg von der Pfundsalm eine Rodelbahn, die Ihr dann bis zur Talstation Hochfügen abfahrt.
Hier nehmt Ihr auf der rechten Seite die Gondel Richtung und fahrt hinauf, um dann über die Pisten von Hochfügen nach Kaltenbach zum Auto zu gelangen (Wir waren zu spät dran, somit haben wir die letze Gondel/Lift verpasst und sind mit dem Skibus 16.35 Uhr zur Endstation Bahnhof gefahren, danach rein in den Bummelzug und ab nach Kaltenbach, zurück zum Auto).

Ascent route map (show/hide)



 Kommentare

  • 22. April 2017 - 18:44 Zum Kommentieren anmelden oder registrieren.
    Tourenbericht
    Gruppengröße: Trio
    Tourenart: Splitboard
    Lawinenwarnstufe: 2
    Gefahrenpotential: Tageszeitliche Erwärmung
    Kommentar / Tourenverhältnisse:

    Es gilt über 2500 auch mittags noch pow!

  • 8. Februar 2014 - 16:03 Zum Kommentieren anmelden oder registrieren.
    Tourenbericht
    Gruppengröße: Solo
    Tourenart: Splitboard
    Lawinenwarnstufe: 2
    Gefahrenpotential: Triebschnee
    Kommentar / Tourenverhältnisse:

    Wollten heute nur Pisteln hatte aber mein Split im Gepäck und wollte dann doch damit los. Leider war es mir alleine zu knifflig und das hat sich dann im Tagesverlauf auch bestätigt.

    Der neuschnee war POW POW aller bester Güte und leider damit dem Föhnsturm erst recht ausgeliefert. Alle Lee seitigen Steilhänge (30°+) waren bereits bei unserem eintrfeffen ca. 9 Uhr am Wedelexpress von Kaltenbach nach Hochfügen von Selbstauslösungen der Neuschnee bzw. Triebschneepacketen übersäht. 

    Wir haben uns dann für ein paar Runs im Waldigeren windgeschützteren Gelände entschieden und dabei selbst in einem 35° Grad hang ein ordentliches Brett ausgelöst..... allerdings mit Ansage beim eintreffen an der Hangkante. ;)

    Also Satz mit x das war ..... mit dem Neuschnee.... gefühlt war das eher der Ausklang des Frühlings als ein Winter.

  • 25. Januar 2014 - 19:03 Zum Kommentieren anmelden oder registrieren.
    Tourenbericht
    Gruppengröße: Solo
    Tourenart: Splitboard
    Lawinenwarnstufe: 3
    Gefahrenpotential: Neuschnee noch unverbunden.
    Kommentar / Tourenverhältnisse:

    Bin mit Liftunterstützung auf den Gipfelgrat vom Penken aus. Mittags hatten hier die Hänge in der Sonne die über 35° waren schon kleine Anrisse und in Kannlage sind schon einige Schneebretter des Neuschnees abgerutscht.
    Im Hang unter dem TUX150er waren schon ein paar Schneebretter so wie eine ca 5m Breite Gleischneerutsche zu sehen.
    Meisten Hänge waren aber bis Mittag gut zu fahren.

  • 18. Januar 2014 - 17:31 Zum Kommentieren anmelden oder registrieren.
    Tourenbericht
    Gruppengröße: Solo
    Tourenart: Splitboard
    Lawinenwarnstufe: 3
    Gefahrenpotential: Windverfrachtungen
    Kommentar / Tourenverhältnisse:

    Auf Grund der Föhn-Prognosen hatte ich mich heute dazu entschieden lieber nur die Pisten zu befahren.
    Die Entscheidung hatte sich auch als Richtig herausgestellt da der Neuschnee der letzten Tage durch den Wind deutlich verblasen wurde und die geringe Menge an Neuschnee auch immer noch nicht für die weniger durch Windverfrachtung gefährdeten SSW bis SO Hänge ausreicht.
    Also noch auf Schnee warten bis im Zillertal wieder was geht.

  • 7. April 2013 - 17:10 Zum Kommentieren anmelden oder registrieren.
    Tourenbericht
    Tourenart: Splitboard
    Kommentar / Tourenverhältnisse:

    Easy but impressive tour for splitboarding. Begins from Tux and ends up to Kaltenbach, Hochzillertal ski area. Whole tour consists of varying terrain, including two longer hikes (with skins), one shorter hike (walking) and three descents.

    Ascent:

    The first ascent takes ca. 1 hour and climbs up to about 2600 m. Second ascent is a shorter one, ca. 10 minutes walking and carrying the board. The third ascent requires using the skins, hiking time about 40 minutes. At the end some hiking/skiing on the flat part is required, before coming to the toboggan run which leads to the ski area of Hochfügen..

    Descent: 

    The first descent takes you down on the North-East slope of Rastkogel. The second descent is a bit shorter, there you will also see the Rastkogel Hütte on the opposite slope. During the third descent you will reach the treeline. This descent leads to Hochfügen ski area. After the flat and slightly descending part you will come to a toboggan run, which leads you to the Zillertal Shuttle cabin station.