31 March 2016      

Chamonix: Rotwein, Hütten und beeindruckende Berggestalten leisteten uns Gesellschaft in dieser unvergesslichen Splitboard Tourenwoche in dem wohl bekanntesten Skigebiet Frankreichs.

Wie bei jeder Tourenwoche standen feinster Pulver wenig begangene Routen und unverspurte Abfahrten auf dem Wunschzettel.

Kurz vor der Abfahrt haben wir dann noch einmal unsere Kontakte in Chamonix bemüht und uns nach der aktuellen Situation erkundigt. Ja, es hatte vor kurzem geschneit doch war der Wind mit über 100 km/h durchs Land gezogen und hat das staubende Weiß in großen Bereichen der Region zunichte gemacht oder es verlagert.

Nun ging es also darum aus den vermeidlich schlechten Bedingungen das Beste zu machen und bekanntlich gibt es beim Splitboarding ja nur schöne und unvergessliche Momente ;-)

Sonntag Abend kamen wir in Chamonix an, haben uns eine französische Pizza und einen hervorragenden Wein gegönnt, kurz über unsere Planung gesprochen und dann ging es ab ins Land der Träume, auch wenn wir schon da waren.

Am nächsten Morgen wachten wir voller Vorfreude auf und sind los zur Seilbahn von Grands Montets um von dort über den Rognons Gletscher und dann über den Argentière Gletscher zur gleichnamigen Argentière Hütte zu gelangen.

Günstiger als erwartet kostete uns die Bergfahrt 24,50 € und nach ca. 2 Stunden hatten wir den Gipfel von Grands Montets erreicht. 2 Stunden für eine Bergfahrt mit der Gondel? Da sind wir ja mit den Splitboards schneller. Richtig, doch die Route zur Argentière Hütte führt durch das Skigebiet und auch die Gondel fährt normalerweise reibungslos in nur 20 Minuten. Naja, bekanntlich dauern Splitboard Touren ja immer etwas länger und somit begannen wir unseren ersten Tourentag, wartend an einer Seilbahn - es gab kein Türsignal und dementsprechend keine Fahrt nach oben. Etwas hin und her, ein Aufschrauben der "Gondelelektronik" und dann ging es weiter. 

Um ca. 12:00 Uhr treten wir nach einer im Schatten eisigen und in der Sonne wunderbar firnigen Abfahrt den Aufstieg zur Hütte an. Beeindruckt von der Gletscherwelt splitten wir gemütlich über den Gletscher, machen ein paar Fotos und setzten uns vor der Hütte in die Sonne.

auf dem Argentiere Gletscher Chamonix

Auf dem Argentiere Gletscher

Der Check-In findet mit Bea, der lustigen Hüttenwirtin statt. Vorschriftsgemäß werden unsere Dokumente (AV-Ausweise) überprüft und dann zeigt sie uns persönlich den Ablauf des Hüttenlebens auf der Argentière. Splitboards draußen, oder in einem kleinem Vorraum in dem auch Skitourengeher ihr Material unterstellen können. Boots und Safety-Stuff (Seile, Gurte, Karabiner,...) also den gesamten Weihnachtsbaumschmuck lässt man im ersten Vorraum. Dann der zweite Raum, für die Rucksäcke, auf die Zimmer werden nur persönliche Dinge wie der abgespeckte Kulturbeutel und der Fotoapparat mitgenommen. Für die Guides gibt es einen eigenen, nicht ganz wohlriechenden Trockenraum. 

Auf den französischen Hütten gibt es im Winter kein Wasser, nur die edlen Tropfen Trinkwasser für 5-7 Euronen die Flasche. Einige Gäste haben den Kocher dabei und schmelzen Schnee. Uns war es wichtig nicht die ganzen Abende mit Schneeschmelzen zu verbringen sondern mit anderen Bergfreunden ins Gespräch zu kommen, über Tourenmöglichkeiten zu reden und die Bedingungen zu erfragen. Fred, der Hüttenwirt gibt gerne Auskunft, kennt sich gut aus und wurde von uns, entgegen einiger Gerüchte als sehr freundlich empfunden auch wenn er manchmal etwas grimmig dreinschaut.

Nach einem mäßigen Abendessen einer Flasche Wein und Wasser legen wir uns ins Bett um fit für unsere erste Route zu sein. Die Nacht war super, gut geschlafen, keine Schnarcher und das Zimmer nur zur Hälfte belegt, hätten wir zur Osterzeit nie mit gerechnet.

Nun gut, das Frühstück am nächsten Morgen war dürftig. Instant Coffee und Tee, Cornflakes, Brot mit Marmelade und Schluss, dass muss reichen für einen Tourentag an der Argentière. Zum Glück haben wir die super Powerbars von Aick dabei, die uns über den Tag bringen sollten.

Wie immer bei unseren Touren sind wir etwas menschenscheu und machen uns um 7:00 Uhr auf dem Weg zum Col des Cristaux. Perfekt nur wir vier, obwohl es ein Steilwandklassiker in Chamonix ist. Alle anderen gehen zu den klassischen Touren (Namen und Fakten siehe unten). 

Bei betonhartem Schnee quälen wir uns von der Hütte zur Moräne, positiv eingestellt denken wir an die geringe Lawinengefahr und freuen uns darüber. Weiter geht es, mit den Bretteln im Hike Mode, sanft ansteigend über den Argentière Gletscher Richtung Osten und nach ca. einer Stunde erreichen wir den Aufschwung zum Bergschrund. Hmm, sieht gleichmäßig steil aus und die morgendliche Sonne ist bereits dabei den Schnee für uns ein wenig aufzuweichen, damit wir dann eine angenehme Abfahrt genießen können. Die Ansage von Fred war, dass das Wetter nur bis mittags halten soll, also behalten wir die noch nicht vorhandenen Wolken im Auge und beginnen mit dem Aufstieg. Das Seil lassen wir unten, denn wo wir abfahren können, brauchen wir uns nicht anzuseilen und auch der Bergschrund ist halbwegs freundlich an diesem sonnigen Tag. Boards auf den Rücken, Steigeisen an, den Pickel in die Hand und los geht es. Schritt für Schritt steigen wir nach oben, gleichmäßig steil. Wir kommen an ein paar Felsen vorbei und denken, oberhalb der Felsen machen wir eine Brotzeit um danach bis zum Gipfel zu gehen. Falsch gedacht, die gleichmäßige Steigung des Col des Cristaux offenbart uns kein Frühstücksplatzl, so wechseln wir uns mit dem Stufenschlagen ab und steigen höher und höher. Das Feld zieht sich auseinander und um 11:15 sagen wir OK, die Zeit ist um. Ärgerlich, denn uns fehlen ca. 50 HM bis zum Gipfel, ist uns aber egal denn die Bedingungen sind eh schon hart und wenn der Schatten der Felswand reinzieht und den griffigen Schnee in Eis transformiert wird die Abfahrt kein Spaß. Ich baue mir eine Plattform um mein Board unter die Füße zu bekommen, verstaue die Steigeisen, nehme den Pickel in die Hand und schon geht es los mit der durchaus anspruchsvollen Abfahrt, nicht bei Pulver aber bei solidem ganz leicht aufgefirntem Hardpack war es ehrlich gesagt eine gute Herausforderung die ca. 400 HM sauber zu fahren.

Col Des Cristaux

Col Des Cristaux

Unten angekommen treffen wir weitere 4 Personen, die den Aufstieg erst jetzt ca. 12:00 Uhr beginnen wollen, wir erzählen Ihnen wie es uns ging und sie beginnen mit dem Aufstieg. Der Schatten zieht immer weiter rein und wir denken uns unseren Teil. 

Auf dem Weg zurück zur Hütte finden wir eine wunderschöne Gletscherspalte und machen noch ein paar Stunden Übungen zur Spaltenbergung, bevor wir dann zurück zur Hütte aufsteigen.

So jetzt sind wir optimal für die Woche vorbereitet, mittlerweile hatte der Hubschrauber neue Nahrungsmittel gebracht und uns erwartete ein leckeres Abendessen. Aick, der Vegetarier der Crew, bekam feinste Thunfischnudeln ;-) und wir wurden mit einem ordentlichen Drei-Gänge-Bolo-Menü verwöhnt. 

Am Abend das Übliche, wir reden mit anderen Bergsteigern, Eiskletterern oder Tourengehern, tauschen unsere Erfahrungen aus und informieren uns über das Wetter am kommenden Tag. 100km/h Nordwind heißt es. Uff, das wollten wir jetzt gar nicht, denn für uns stand eine kleine Überquerung auf dem Plan. Naja mal warten wie es morgen aussieht. Die Crew der späten Stunde hatte die Besteigung des Col des Cristaux abgebrochen, da durch den Schatten des Berges die Bedingungen sich nicht gerade verbessert hatten. Manchmal entkommt der frühe Wurm eben doch dem Vogel.

Guten Morgen, es stehen 100 km/h Windgeschwindigkeit auf dem Programm, an den Berggipfeln sieht man bereits lange Schneefahnen und auch in dem vom Wind geschützten Bereich des Gletscherbeckens ist schon einiges zu spüren. Trotzdem machen wir uns auf den Weg - Richtung Col du Chardonnet vorbei an der Aiguille d`Argentière. An der Abzweigung sammeln wir uns und treffen auf Grund des aktuellen Wetters und der prognostizierten Verschlechterung zum Mittag hin, die Entscheidung auf dem Rognons Gletscher mit Seil und Steigeisen aufzusteigen um unsere Gletscherskills weiter zu schulen und zu entstauben. Gesagt getan und nach Überquerung des Argentière Gletschers stehen wir am Fuße des Rognons. Es geht los und wir steigen über Spalten und auf Seracs empor. Jedes Mal wenn ich, als erster gehend, eine Spalte überquere kommen mir alle möglichen Gedanken in den Kopf, denn die Crew ist in dieser Konstellation das erste Mal unterwegs.

Icy Rognons Gletscher

Cool Like Ice

Die Wolken kommen immer weiter nach oben und wir bereiten uns auf einen Abstieg im Whiteout vor, Richtung merken, Landmarken merken, falls doch etwas zu sehen ist, Höhe checken... wir erinnern uns an die Müllerhütte zu Silvester und können uns ein Grinsen nicht verkneifen. Plötzlich kommt ein Wind auf und wir hoffen darauf, dass die dichten Wolken im Tal bleiben, trotzdem sammeln wir uns erneut. Diesmal mit einer Schraube an einem Eisturm gesichert. Unter uns eine vielleicht 100 Meter tiefe Spalte und ca. einen Meter vor uns ein Eisblock auf dem man gehen und stehen kann, natürlich wird dieser genutzt. Einer der Gruppe fühlte sich etwas unsicher, verständlich wenn die überquerung einer Spalte einen Ausrutscher hervorbrachte. Alles in allem sind wir aber sicher unterwegs und auch der Schreck ist schnell wieder verflogen. Wir wollen es nicht herausfordern, also kehren wir um und steigen bis zu einem sicheren Platz ab, an dem wir unsere Boards anschnallen und über den wunderschönen Argentière Gletscher, Richtung Grands Montets Talstation, abfahren.

Kaum erreichen wir die Spitze der Gletscherzunge sind wir gezwungen eine Pause einzulegen, um die Schönheit zu genießen und ein paar Fotos zu machen. Wenn der Berg spricht... höre ihm zu.

Wir nehmen uns Zeit, denn wir sind der Abfahrt im Skigebiet relativ nah und finden sie auch bei schlimmsten Bedingungen, doch der prognostizierte Wetterumschwung blieb aus und wir gelangen bei schönem, wenn auch stürmischem Wetter zurück zur Seilbahn und unseren Autos. 

Rein in den Supermarkt, leckere Baguettes her, denn die sollen in Frankreich besonders gut sein ;-), ein paar Käsesorten, Schinken Wein, etwas zum Nachtisch und natürlich ein Aperitif. Jetzt fahren wir zu einem Aussichtspunkt, kein klassischer Touri-Panorama-Spot, sondern ein Platz an dem wir mögliche Lines sehen, und über Zustiegswege und die Erreichbarkeit philosophieren können. Kurzum wir genießen das verspätete Mittagessen im Freien, bei immer noch wunderschönem, wenn auch windigem Wetter.

Eigentlich wollten wir den Mittwoch nutzen um den Jungs von Plum Splitboards einen Besuch abzustatten, doch Tal war nicht erreichbar. Also ein bisschen mehr Freizeit und was gibt es besseres als nach ein paar langen Tourentagen ohne Dusche ins Schwimmbad bzw. in die Sauna zu gehen? Mit den Autos geht es Richtung Conscrits Hütte, welche unser nächstes Ziel ist. Auf dem Weg kommen wir an einem Schwimmbad vorbei. Dies sollte uns ein besonderes Erlebnis bescheren. Keine GangBang Party, trotzdem bleibt es uns in Erinnerung, denn in diesem Schwimmbad sind keine Boardshorts erlaubt und man muss in der Sauna eine Badehose - "only Tight Pants, Speedo Style", tragen. Fast schon schockiert stehen wir vor der Dame am Einlass, die uns freundlich zu einem Automaten bringt in dem es eine kleine, aber unfeine Selektion an Tight Pants und Bikinis gibt. Mit 10€ für Schwimmbad und Sauna ist der Eintritt günstig mit zusätzlichen 15 € für die sexy Tight Pants relativiert sich der Preis schon wieder. Kurz mal nachgedacht und schon gehen wir zu den Autos und holen unsere Merino- und Calvin Klein "Badehosen". Die Dame an der Kasse fragt ungläubig "These are swimming shorts?" und mit einem entschiedenen YES, dürfen wir dann alle, wenn auch kritisch betrachtet, das Schwimmbad und die Sauna betreten. Vielleicht könnt Ihr Euch vorstellen, wie lustig die ganze Situation für uns war - wenn nicht, hinfahren und ausprobieren, es lohnt sich.

Tight Pants Speedo Style

Verbot und Automat

Mittlerweile sind wir wieder sauber und auch der Saunabesuch hat uns gut getan. Ein Nudelmenu, zubereitet im Splitboarding-Mobil, soll uns Kraft für den nächsten Tag geben. Die Strecke zur Conscrits Hütte ist nicht besonders schwierig aber doch relativ weit.

Morgens um ungefähr 8:00 Uhr geht es auf dem Parkplatz in Le Cugnon auf ca. 1150 Metern los. Am frühen Mittag erreichen wir die Tré-la-Tête Hütte auf 1971 M, essen einen leckeren Schokokuchen und um ca. 15:00 sitzen wir mit einem super leckeren Omelette und ein paar Drinks auf der Terrasse der Conscrits Hütte. Insgesamt haben wir für den Aufstieg gute 7 Stunden gebraucht allerdings stressfrei und mit Pausen. Das Setting ist Mega und auch die Tourenmöglichkeiten gewaltig, vorausgesetzt man mag es etwas steiler und die Bedingungen sind entsprechend gut. Touren in allen Himmelsrichtungen sind vorhanden.

Das Essen ist nicht billig aber gut. Abends gibt es Lasagne und am nächsten Morgen erwartet uns ein "Down Day", also ein Tag mit schlechtem Wetter. Egal, einfach raus und ein bisschen rumlaufen denken wir uns und gehen direkt hinterm Haus in Richtung Aiguille de la Bérangère. Kurz bevor es an den Gipfelaufbau geht brechen wir ab, denn die Wolken werden immer dichter und die Abfahrt wird abscheulich werden, Eis mit Wasserrinnen der vorangegangenen warmen Tage. Um 9:30 Uhr sind wir wieder zurück auf der Hütte und relaxen den lieben langen Tag.

Kaum vorstellbar, dass das Wetter morgen sonnig sein soll, denn jetzt gerade kann man seine Hand vor Augen nicht sehen. Wir bereiten uns auf die Überschreitung des Dômes de Miage vor, nicht schwierig, aber ein netter ausgesetzter Grat ist in der Mitte und die Abfahrt über den spaltigen Armancette Gletscher könnte bei schlechtem Wetter auch eine Herausforderung werden. Wir beschäftigen uns mit der Materie, schauen die Karte an überlegen uns wo Orientierungspunkte und wo Spalten sind, versuchen uns einen GPS-Track zu laden, reden mit einem Schweizer Guide... usw.

Wieder gutes Essen am Abend, unsere Rechnung zahlen, die aufgrund der Schlemmereien über den langen Tag auf der Hütte doch etwas höher ausfiel und ab ins Bett. Uff, da schnarcht einer durch die ganzen Wände durch, aber nach kurzer Zeit waren wir dann doch eingeschlafen.

Good Morning

Morgens um 5:00 Uhr klingelt der Wecker und um 6:30 Uhr gehen wir los. Wie es das Schicksal will werden wir gleich mal mit einem technischen Problem konfrontiert, nicht klebende Felle - hat sicher jeder schon einmal erlebt also nicht der Rede wert. Festgetaped und weiter geht es, mehr oder weniger gut. Wir sind die Letzten die sich am Col des Dômes 3560 M einfinden um den Grat über den Zweiten Dôme 3630 M und über den Süd/West Dôme mit 3670 M bis kurz vor das Col de la Bérangère zu überschreiten. Genau bis dahin, wo man mit der Abfahrt über den Gletscher beginnen kann. Von der Landschaft und den Berggestalten beeindruckt, schauen wir uns den Mont Blanc an, überlegen uns eine Route wo wir "einfach" nur über den Grat zum Mont Blanc gelangen können. Ein Projekt der Zukunft? Mal sehen, jetzt geht es erstmal darum bei Windböen bis zu 70 km/h über den für unsere Verhältnisse recht schmalen Grat zur Abfahrt am Col de la Bérangère zu kommen. In der Literatur ist die Begehung des Grates mit 2-3 Stunden beschrieben, wir brauchten ca. 1,5 Stunden. Vielleicht hat uns die Angst hinüber getrieben oder wir waren an diesem Tage überdurchschnittlich fit. Genau kann ich es nicht sagen, denn als wir gerade von dem Grat hinunter kamen wurden wir von ein paar Skitouren-Rennläufern überholt, die in ca. 2,5 Stunden die Überquerung des Dômes de Miage vom Tal bis zurück ins Tal machen, und einen neuen Chamonix Rekord aufzustellen. Somit wurde unsere "Heldentat" innerhalb von Minuten in den Schatten gestellt. Es gibt wirkliche krasse Menschen!

Nichts desto trotz, der beste Tourengeher ist der, der am meisten Spaß und Freude verspürt! Dementsprechend waren wir am heutigen Tag ganz vorn dabei.

Die Route über den Armancette Gletscher ist bei Sonnenschein übersichtlich und gut erkennbar. Im Nebel und ohne Ortskenntnis hätte ich es auf Grund der Spaltenzonen und Felsabbrüche im unteren Teil der Route nicht unbedingt machen müssen. Grundsätzlich ist diese Tour aber nicht schwierig und außerdem wunderschön. Der Gegenanstieg von ca. 50 HM ist schnell überwunden und dann ging es in wildem Sulz hinab ins Tal. Bei Pulver ist die Lawinengefahr nicht zu unterschätzen und man sollte den Locals den Vortritt lassen.

Mit 2500 HM Abfahrt war es echt ein fetter, sehr abwechslungsreicher Run. Windpress und bis zu 30 cm hohe Windgangeln am Gipfel, feinster Triebschnee in Mulden und Spaltennähe, Sulz im unteren Bereich der Tour, Eis im Wald und nach unten zum Dorf zurück ein schöner, etwas matschiger Forstweg.

Das war Chamonix 2016! Fast - nach einer an Völlerei grenzenden Baguette-Session gönnen wir uns erneut den Spaß mit der Sauna, trinken am Abend ein paar Gläser Wein, essen mal wieder leckere Spaghetti (alla carbonara) schlafen wie die Babys in den Bussen, und am nächsten Morgen geht es aufgrund schlechtem Wetters nicht nochmal auf den Berg, sondern hinein nach Chamonix, um hier noch einmal die Konsumwelt zu studieren und einen Einblick in die Welt der französischen Bergsport-Geschäfte zu bekommen.

Noodle-Session

Nudel-Session

Ein Dankeschön an unsere Partner für die Unterstützung mit hervorragendem Material: Amplid, Splitsticks, Rome, Venture, Völkl, Deeluxe, Fitwell, Spark R&D, Plum Splitboard, Kohla, CASCO und VAUDE 

Video:

 

Infos / Links / Literatur

Hier gibt es noch einige Infos zu Tourenmöglichkeiten und Literatur, natürlich ist das Angebot noch vielfältiger, wir haben uns hier auf einige schöne Routen beschränkt.

Die Möglichkeiten von Überquerungen und Hüttentouren sind sehr vielfältig. Erfahrung und nach Möglichkeit Ortskenntnis ist unerlässlich. Ansonsten sollten diese eher mit Guide gemacht werden, da die Gletscher doch sehr spaltig und die Abfahrten für "Normaltourengeher" extrem sein können.

Argentiere Hütte:

Bea und Fred Tel: 0033 (0) 4 50 53 16 92

Tourenmöglichkeiten: Höhe / Exposition / Aufstieg / Abfahrt

  • Aiguille D`Argentiere / 3900 M / Süd-West / PD+ / 4.2
  • Col Du Chardonnet / 3323 M / Süd-West / F / 2.3
  • Les Trois Col / 3323 M / alle / PD+ / 3.2
  • Col Des Cristaux / 3601 M / Nord-Ost / AD / 5.1

Das Gebiet um die Argentiere Hütte ist relativ übersichtlich von dezent bis extremst ist alles an Tourenmöglichkeiten vorhanden.

 

Conscrits Hütte:

Christine: 0033 (0) 4 79 89 09 03

Tourenmöglichkeiten: Höhe / Exposition / Aufstieg / Abfahrt

  • Dômes de Miage, Überquerung und Abfahrt über den Gletscher d'Armancette 
  • Aiguille de la Bérangère / 3425 M / Süd / F /3.1
  • Pain De Sucre De Tondu / 3169 M / Nord / F / 3.1
  • Les Blanche / 3697 M / West / AD / 5.1

Das Gebiet um die Conscrits Hütte ist wunderschön, die Tourenmöglichkeiten noch vielfältiger als auf der Argentiere auch hier gibt es alles was das Tourenherz begehrt.

 

Führerliteratur:

Toponeige: Lionell Tassan u. Pierre Tardivel / Mont Blanc

Rother Tourenführer: Hartmut Eberlein / Mont Blanc Megève – Chamonix – Val Ferret

Karten:

IGN Map: Chamonix - Massif du Mont Blanc 1:25 000 / 3630 OT

IGN Map: St - Gervais - Les-Bains, Massif du Mont Blanc 1:25 000 / 3531 ET