17 September 2013    

Da wir immer wieder Splitboarder sehen, die die schönsten Aufstiege mit hängender Zunge bewältigen, möchten wir Euch einige Tipps zum kraftsparenden Aufstieg geben.

Ihr habt also Euer Material am Vortag der Tour gecheckt, der Rucksack ist gepackt und es kann losgehen, die Freiheit beim Splitboarding zu genießen.

Da wir immer wieder Splitboarder sehen, die die schönsten Aufstiege mit hängender Zunge bewältigen, möchten wir Euch einige Tipps zum kraftsparenden Aufstieg geben.

Ihr habt also Euer Material am Vortag der Tour gecheckt, der Rucksack ist gepackt und es kann losgehen, die Freiheit beim Splitboarding zu genießen.

In der Früh lesen wir den aktuellen Lawinenlage- und Wetterbericht, überprüfen ob die geplante Tour unseren Sicherheitsvorstellungen entspricht und starten los.

Splitboard Tipps zum AufstiegTipp 1 - Gerades gehen: Splitboarding ist nicht vergleichbar mit Schneeschuhgehen. Beim Aufstieg heben wir die Füße nicht an, sondern ziehen die Boardhälften Schritt für Schritt nach. Die Felle haben fast immer Schneekontakt. So wird der Kraftaufwand beim Aufstieg um einiges reduziert, da unsere Muskulatur das Gewicht des Materials nicht anhebt sondern die Gleiteigenschaften der Felle und Splitboards genutzt werden.

Tipp 2 - Wahl der Aufstiegsroute: Wir wählen unsere Aufstiegsroute, angepasst an unser Niveau und das Gelände. Wir halten uns also fern von möglichen Einzugsbereichen der Lawinen, dabei nutzen wir wenn möglich Bergrücken oder halten genug Abstand zu Gefahrenzonen. Unsere Spur verläuft immer so, dass wir möglichst gut und kraftsparend vorankommen. Dabei achten wir darauf, nicht zu steil aufzusteigen und den natürlichen Verlauf der Route zu nutzen.

Tipp 3 - besserer Halt: Es wird steiler oder die Schneedecke hat sich so verändert, dass wir nach hinten rutschen. Zunächst überprüfen wir ob es möglich ist die Route etwas flacher anzulegen, wenn nein - dann bringen wir mehr Gewicht auf die Ferse, halten unser Gesamtgewicht allerdings zentriert über dem Board. Es fühlt sich etwas eigenartig an aber es funktioniert.

Tipp 4 - Querungen: Steile Querungen wir rutschen parallel zum Hang ab. Wir hätten etwas vorrausschauender gehen sollen um die Harscheisen rechtzeitig zu montieren. Wir montieren die Harscheisen jetzt. Es ist nur ein kurzes Stück und das Montieren der Harscheisen ist uns in diesem Moment zu aufwändig. Wir überprüfen ob ein Ausrutscher gefährlich ist, wenn nein, können wir den Stock als zusätzlichen Stabilisator verwenden und direkt neben der Bindung einsetzen. So wird der Talski durch den Stock gestützt und man gewinnt an Halt.

Tipp 5 - Kurven gleiten:  Wenn wir einen Richtungswechsel machen leiten wir diesen, so lange es die Hangneigung erlaubt, Schritt für Schritt ein und welchseln die Richtung wie beim gehen in der Stadt oder bei Wanderungen, denk dran, die Boardhälften behalten den Schneekontakt.

Tipp 6 - Spitzkehren: Wir bewegen uns in relativ steilem Gelände und müssen bei unserem Richtungswechsel auf die Spitzkehren Technik umsteigen. Wir belasten den Talski. Wenn wir festen Stand haben, heben wir den Bergski an und drehen Ihn in die gewünscht Richtung. Jetzt wird der Bergski zum Talski und wenn wir auch hier festen Stand haben, nehmen wir das Gewicht vom "ehemaligen" Bergski. Wir machen eine schwungvolle Bewegung nach hinten (darum wird die Spitzkehre auch manchmal Kickkehre genannt), um die Skispitze nach oben zu bekommen und die Drehung einzuleiten. Die Stöcke unterstützen uns bei der Bewegung und geben zusätzlichen Halt.

Ich hoffe wir haben Euch den ein oder anderen sinnvollen Tipp geben können und Ihr könnt die Theorie bei Euren Touren in die Praxis umsetzten.

Wenn Ihr noch weitere Tipps auf Lager habt, die Beschreibung unklar ist oder Ihr Fragen habt, könnt Ihr diese gerne stellen. Wir freuen uns auf Eure Aktivitäten.