26. März 2020      

Im neuen Movie von Taylormade Film "One Drop East" geht es um die japanische Kultur um die Schönheit der Berge und die Besonderheiten der maritimen Gegend in Hakuba. Viel Spaß!

Ein Tropfen im Osten.
Viele Jahre war mein alter Snowboard-Mentor hartnäckig, ich solle Japan besuchen und den berüchtigten Japow mit ihm shredden. Durch Zufall fand ich mich diesen Sommer bei der Arbeit auf einer neu lancierten luxuriösen Yacht wieder, die in Italien gebaut worden war und bis Dezember nach Hongkong geliefert werden musste. Vielleicht war dies endlich meine Gelegenheit, kostenlos in den fernen Osten zu reisen. Meine bisher geplante Reise könnte verschoben werden und ich würde einfach den CO2 Fußabdruck von jemand anderem nutzen um nach Japan zu kommen. Das klang für mich als würde ein Traum in Erfüllung gehen. Somit entschied ich mich diese 33 langen sonnigen Tage auf See durch eine der verkehrsreichsten Schifffahrtsrouten der Welt und dann weiter mit dem Auto zu reisen. Also fuhr ich in Rekordzeit in die Schweiz um mein Snowbordzeug, zwei Tage vor Abreise mit dem Schiff bei mir zu haben. Die Reise würde in der Toskana Italiens beginnen und durch den Suezkanal, das Rote Meer und die Somalische Gewässer (glücklicherweise wurden keine Piraten angetroffen), gefolgt von einigen schnellen Boxenstopps auf den Malediven (praktischerweise an meinem Geburtstag), Thailand, Singapur und schließlich Hongkong. Es war eine angenehme Reise mit nur wenigen Tagen rauer See, die durch einen Taifun verursacht wurde. Zum Schluß war ich froh von Bord zu gehen und meine Snowboarding und Splitboarding-Abenteuer im Land der aufgehenden Sonne angehen zu können.

ONE DROP EAST VON TAYLORMADE FILMS

Am folgenden Tag machte ich mich auf den Weg nach Tokio, um meinen älteren Bruder und meinen weisen Snowboard-Sensi Clint zu treffen. Von dort aus ging es weiter ins Hakuba-Tal wo wir die nächsten sechs Wochen damit verbringen würden, halstiefen Heldenpulver zu zerpflügen. Das dachten wir jedenfalls. Nach einem chaotischen Hin und Her in Richtung Westen kamen wir schließlich in Hamon-Yado an, der neuen "ski in- ski out" Good Guides lodge base in Tsugaike Kogen, nur um dann festzustellen, dass es keinen einzigen "Tropfen" Schnee gab. Was war los? Die Pisten waren noch grün! Es hätte große Mengen Schnee gebraucht um das ganze Bambusgestrüpp zu bedecken damit wir durch die magischen japanischen Bäume fahren können - da war nicht mal die Base da. Zum Glück begann es zu schneien an diesem Abend, so dass sich alle gefreut haben. Man kann mit Sicherheit sagen, dass die Guides in der Lodge ein richtiger Haufen von Außenseitern waren, also passten wir hier perfekt rein. Die kulturellen Erlebnisse Japans waren unglaublich. Die Schlösser, die Küche und die Fröhlichkeit der Einheimischen.

Wir als Schotten, waren sehr beeindruckt von ihren Whisky Braukenntnissen. Das war alles gut und schön, doch waren wir angereist um epische Pulververnichtung zu betreiben, und es war einfach nicht möglicht. Nach unseren Gesprächen mit den Einheimischen war uns klar, dass das der schlimmste Winter seit 30 Jahren war.

Snowing in Japan

Endlich begann es zu schneien und es gab einige gute Tage, aber es war ein Kampf. Immer wieder ohrfeigten uns die Bambuspflanzen und zum Abschluß wurde der Schnee hart und schwer wie Beton.  Sobald die maritime Sonne auf den Schnee trifft verändert er sich ungemein und wird fühlt sich an wie Zement. Wenn der Schnee so schwer ist, ist es harte Arbeit die Berge zu erklimmen. Doch jedes mal wenn es das Wetter erlaubte schnappten wir unsere Splitboards und stiegen auf in das Hochgebirge um die Aussischt, den Schnee und die maritime Natur zu genießen.

In meinem Film 'One drop East' versuche ich die japanische Kultur darzustellen und zu zeigen wie unglaublich die japanischen "Seealpen" sind. Sowohl als Landschaft, als auch zum Snowboarden und Splitboarding. Man kann ein Leben lang neue Linien fahren doch ist der Weg zu den Gipfel sehr herausfordernd. Echt schwieriges Gelände.

Hochalpines Gelände in Japan

Rückblickend war es ein seltsamer Winter auf der Nordhalbkugel. Ein Bild, das mir im Gedächtnis bleibt ist der Nördliche Polarkreis, der als wir Ende Januar zurückflogen noch nicht vollständig zugefroren war, hmm??  

Ich möchte einen besonderen Gruß und ein Dankeschön an die Jungs von Good Guides aussprechen. Sie sind die besten Ski- und Splitboard Guides im Hakuba Tal. Mit wahnsinns Ortskenntnis finden sie, egal bei welchen Bedingungen die besten Gebiete, um auch im schlechtesten Winter seit 30 Jahren den japanischen Heldenpowder zuerpflügen zu können.
Ein weiterer Dank geht an Hakuba Matata für die Unterstützung meines Films und auch an Mendiboard, die mir ein großartig aussehendes Splitboard zur Verfügung gestellt haben.
Zum Schluss danke ich auch splitboarding.eu die meine Splitboard-Abendteuer schon seit langer Zeit unterstützen.
Voller Freude auf den nächsten Winter hoffentlich ohne Corona.

Cheers from Taylormade film

Wir sagen auch Danke, für Deine super Filme - keep up the good work.