10. Mai 2020    

Wir waren wieder im wunderschönen Alpbachtal beim Shops First Try 2020 und haben das neuste Splitboard Material für Euch unter die Füsse genommen und getestet. Das Event entwickelt sich immer weiter und unserer Meinung nach sollten alle Snowboard Brands hier vertreten sein, die auf dem deutschen Markt eine Rolle spielen wollen. Die Stimmung war bestens, alle hervorragend gelaunt und zu sämtlichem Schabernack bereit.

Dieses Jahr haben wir wegen des stark gewachsenen Interesses noch deutlich mehr Augenmerk auf unsere Videos gelegt. Diese könnt Ihr nach und nach auf unserem YT Kanal sehen, am besten gleich abonnieren damit Ihr nichts verpasst. Dazu haben wir auch ein Mädels/Frauen Special an den Start gebracht in dem es um den Einstieg in die Thematik des Splitboardings geht. Mary und Marie, zwei Pro-Riderinnen von Arbor standen bereit um unsere Fragen zu beantworten.

So, jetzt aber zu den Splitboard Tests!

Die Schneebedingungen waren zum Testen gut und vielseitig. Von hartem, zerfahrenen, über eingeblasenen unverspurten Schnee, bis zur glatten Kunstschneepiste war alles dabei. Für die Aufstiegstests haben wir uns einen abgeblasenen Bereich von 35 bis ~ 38 Grad ausgesucht und auch in relativ moderatem Gelände sind wir bei bis zu 15cm eingeblasenem Schnee unterwegs gewesen.

Was ist neu und interessant?

  • Amplid - Surf Shuttle Splitboard mit Stratospheric Topsheet.

    Das Amplid Surf Shuttle Splitboard ist in den Alpen entwickelt und getestet. Folgende Eigenschaften sind uns beim First Impression Test aufgefallen.

    Aufstieg: Das Surfshuttle ähnelt dem Millisurf wie ein Ei dem anderen. Das Grundgewicht ist etwas höher als beim Millisurf, doch bewegt sich auch das Surfshuttle noch im leichteren Bereich der Splitboards. Shapebedingt hat es sehr guten Auftrieb und klettert hervorragend, selbst wenn der Shape eher pulverorientiert ist.  Auch bei abgeblasenen, sehr harten 35 Grad Neigung fühlten wir uns ohne Harscheisen sicher unterwegs. Es gibt einen spürbaren Unterschied zum Touroperator des vergangenen Jahres.

    Abfahrt: Ich kann sagen, dass das Surfshuttle im Pulver funktionieren wird, auch wenn wir es nur in bis zu 20cm Triebschnee testeten konnten. Das ist bedingt durch den Shape und ich glaube hierzu brauchen wir uns nicht mehr groß äussern. Interessanter ist die Performance der Pulvershapes in harten und ruppigen Bedingungen. Und hier traue ich mich zu sagen, dass das Surfshuttle alles macht was erwartet wird und das macht es gut. Vom ersten Eindruck her, "First Impression", ist das Surfshuttle von Amplid ein Brett mit dem ich auch sehr ambitionierte Touren gehen und voll drauf vertrauen würde. Generell ist das Surf Shuttle recht surfig, aber doch stabil wenn man möchte und die Kante ordentlich in den Schnee presst. Vom Flex her ist es etwas weicher als das Millisurf aber dennoch eher als hart einzustufen.
    Was den POP betrifft konnten wir uns nicht ganz einigen. Verglichen mit dem Millisurf hat es weniger, aber noch genug um es als sehr lebendig einzustufen. Das neue Stratospheric Topsheet, welches laut Amplid ein Anhaften größerer Schneemengen an den Boardhälften vermeiden soll, konnten wir noch nicht testen. Wir werden es in einem detailierteren Vergleich Anfang nächster Saison nachholen.

 

  • Jones - Solution Splitboard komplett überarbeitet 
    Jeder kennt das Jones Solution, jeder weiß dass es ein hervorragendes Splitboard ist. Aber mit der Überarbeitung in Sachen Shape und dem Finetuning das das neue Solution erfahren hat, ist es gleich nochmal um einiges besser geworden:

    Aufstieg: Die 3D Nose hat uns natürlich im Aufstieg besonders interessiert. Rutscht das Board vorne weg wenn es zur Sache geht oder hält es trotzdem? Nachdem wir es jetzt bei unterschiedlichen Bedingungen und wie die anderen Boards bis zu knapp 40° bei griffig harten Bedingungen testen konnten, sind wir auch hier überzeugt dass die Kontaktpunkte optimal platziert sind und das Board somit sehr solide im Aufstieg funktioniert. Wie bei fast allen Splitboards ist auch beim neuen Solution der Balancepoint optimal gesetzt und Spitzkehren auch in steilem Gelände funktionieren einwandfrei. Das neue Solution wird sich wie gewohnt unter den besten Splitboards der Saison 20-21 platzieren.

    Abfahrt: Das neue Jones Solution ist top. Sehr wendig, stabil, lebendig und dank der 3D Nose kommen im Pulver ganz neue Fahrgefühle auf. Der Float ist merklich besser, somit ist das Surfen in pulverisiertem Wasser noch etwas einfacher geworden und trägt zu einem erhöhten Spaßfaktor bei. Auch wenn es steiler ist und die Bedingungen weniger "surfy" sind, vertrauen wir auf das neue Solution. Die Kanten halten in jeder Lebenslage. Jones Investition in eine komplette Überarbeitung des Boards hat sich wahrlich gelohnt.

 

  • Weston - Backwoods Carbon Splitboard
    Nachdem wir vom Weston Backwoods extrem begeistert waren wollten wir natürlich auch das im Vergleich zum klassischen Backwoods fast 1000g leichtere Carbongerät testen.

    Aufstieg: Wie erwartet spürt man das deutlich geringere Gewicht unter den Füßen, es geht sich bergauf fast wie im Flug. Das Board schwimmt im Pulver auf, es ist stabil auf der Kante, alles was man von einem Brett dieser Klasse erwartet. Auch in steilem Gelände bis 40° hart-griffigem Schnee hält es gut und die Spitzkehren gehen locker vom Fuß. Es ist ein Board mit dem man auch lange Touren gehen und geniessen kann.

    Abfahrt: Für uns als "schmächtige" Tester mit max. 75kg ist es leider zu hart abgestimmt. Wir können uns aber gut vorstellen, dass es für gewichtigere Menschen viel besser funktioniert.

 

  • Salomon - Taka Splitboard

    Das Taka Splitboard von Salomon ist in Japan getestet und entwickelt. Bei unserem First Impression Splitboard Test in den Alpen ist uns folgendes aufgefallen.

    Aufstieg: Wie die meisten Splitboards hat es einen sauberen Zug nach vorne der ordentlich Effizienz im Aufstieg bringt. Es ist im Vergleich zu anderen Splitboards im Test ein sehr leichtes Board, dessen geringes Gewicht man positiv im Aufstieg und nicht negativ in der Abfahrt spürt. Das heisst es hat das "richtige" Gewicht eines Splitboards. Der S-Rocker und auch der relativ starke Taper tragen zum guten Auftrieb in Pulver bei, was wir allerdings nur bedingt testen konnten, 15-20 cm eingeblasen.  Was wir sehr gut testen konnten war steiles Aufsteigen auf hartem, abgeblasenem Schnee und viele Spitzkehren. Hier verhält sich das Salomon Taka Splitboard bis zu einer Steigung von ca. 35° solide, wenn auch weniger stabil als andere Boards im Test. Es ist also der Kompromiss zwischen einer starken Pulverorientierung und Aufstiegsperformanz zu erkennen.

    Abfahrt: Wir konnten das Salomon Taka von frischem Triebschnee bis ca. 30cm Tiefe, zerfahrenem und windgepresstem Naturschnee, bis hin zu hartem Kunstschnee testen. Unsere First Impression: Das Salomon Taka ist sehr wendig und macht großen Spaß zu fahren. Shapebedingt ist es pulverorientiert und hat hier seine Qualitäten. Dennoch ist es auch in zerfahrenem, ruppigen Schnee oder auf der harten Piste stark. Es gab für uns nichts zu beanstanden und wir können das Taka jedem der Interesse an einem solchen Splitboard hat nur empfehlen es einen oder mehrere Tage auszuprobieren. 

 

  • Korua - Escalator Splitboard
    Das Escalator Split von Korua trägt den Namen mit Recht - Sowohl im Aufstieg als auch in der Abfahrt kann man damit schön herumeskalieren.

    Aufstieg: Bei unserem First Impression Test bekommt es sogar etwas mehr %-Punkte als das Surfshuttle. Wir fühlten uns sehr sicher und ein Abrutschen, auch im steilsten Stück unserer Testsektion war nicht zu spüren. Das Escalator gehört zu den Leichtgewichten und den preislich gehobenen Splitboards.  Der Balancepoint des Escalator Split von Korua ist relativ weit vorne, was die Spitzkehren in steilerem Gelände erleichtert. Im Vergleich zum Coffee Race, was ja auch schon ein sehr gutes Splitboard war, hat Korua unserer Meinung nach noch einen oben drauf gepackt.

    Abfahrt: Hmm, was soll ich sagen, man schaue Nicholas Wolken an und man sieht: Ja das Ding kann carven und zwar sehr gut - oder ist es der Fahrer?  Beides!!! Auch uns fiel es leicht das Korua Escalator ordentlich zu carven, wenn auch bei weitem nicht so extrem wie bei Nicholas gesehen. Aber nicht nur das, es ist auch sehr wendig und für einen "Carbonhobel" ziemlich angenehm abgestimmt. Verglichen mit dem Coffee Racer ist es ein klassischeres Board, auf das man sich eher draufstellt und sich nicht erst einfahren muss. Das Escalator ist "Drauf und los geht der Spaß"!

 

  • Goodboards - GB Splitboard
    Nach dem wir jetzt schon lange nichts neues von der Goodboards Splitboard Entwicklung gehört oder gesehen hatten, haben wir uns sehr gefreut pünktlich zum 10ten Geburtstag der Marke Goodboards wieder ein Splitboard in der Range zu entdecken. Wie immer ist es eher klassisch geshaped, es bewegt sich im Bereich des richtigen Gewichts und ist für alle Schandtaten bereit.

    Aufstieg: Das Goodboards kann mit den anderen Marken solide mithalten. Es zieht ordentlich nach vorne, kommt gut aus dem Schnee heraus und auch wenn es ins Spitzkehrengelände kommt macht es eine gute Figur. Zwar hält es nicht ganz so exzellent wie ein oder zwei andere Boards aus unserem First Impression Test, doch fühlten sich alle drei Tester sicher damit unterwegs. Auch bis knapp 40° unter harten Bedingungen war es mit der entsprechenden Technik möglich ohne Harscheisen zu gehen. Mit hartem Gelände meine ich kein Eis, sondern harten griffigen Schnee im Aufstieg.

    Abfahrt: Das Goodboards Split wird allen Spaß machen, die klassische Shapes lieben. Ordentlich "gecambered" carvt es wie es sich gehört. Du kannst schön aus den Kurven heraus beschleunigen und auch für Pistenspielereien ist es gut zu haben. Ein Olli 180, dann etwas Butter aufs Brot und zurück in die Fahrtrichtung, ist auch für weniger pistenaffine Fahrer wie uns drin. Eher härter abgestimmt hält es auch hohen Geschwindigkeiten sicher Stand. Im Pulver wie bei harten Bedingungen überzeugt es durch Laufruhe. Es schwimmt auf wie die meisten klassisch geshapten Bretter. Alles in allem ist das neue Goodboards ein Brett mit dem man alles machen kann was das Splitboardherz begehrt.

 

  • YES RP-Splitstick
    Obwohl Yes noch vor ein paar Jahren geclaimt hat, von uns wird es kein Splitboard geben, kommen sie 20-21 mit Ihrem ersten Modell auf den Markt. Sehr gespannt haben wir das Brett unter die Füße genommen. Sehr breit erscheint es und mit den Ausbuchtungen an der Kontaktpunkten waren wir wie immer etwas skeptisch. Allerdings mussten wir uns sehr schnell eines Besseren belehren lassen.

    Aufstieg: Ja es ist breit und das spürt man auch im Aufstieg. Doch die Bumps an den Seiten tragen kräftig zu mehr Stabilität im Aufstieg bei. Bei tiefen Bedingungen hat man natürlich den Vorteil, dass man weniger versinkt, doch wenn es steil und hart wird sind dann doch früher die Harscheisen gefragt als bei anderen Modellen. Dennoch haben die Jungs von YES mit Ihrem ersten Modell, dem YES RP-Splitstick ein tolles Splitboard an den Start gebracht. Ihr solltet es auf jeden Fall bei der nächsten Gelegenheit testen.

    Abfahrt: Yo was soll ich zur Abfahrt sagen. Es fährt bergab. Es schwimmt mit seiner großen Auflagefläche gut auf und auch der Kantenhalt ist solide. Mir persönlich ist es zu viel Board, doch gibt es mit Sicherheit Splitboarder denen es verdammt viel Spaß bereitet. 
    Schaut Euch auch das Video an in dem das Brettle vorgestellt wird.

 

  • Mendiboard Backcountry
    Das Mendiboard Backcountry ist, wie es der Name schon sagt, voll auf Backcountrytouring abgestimmt und bereit mit Dir alle Bergabenteuer zu erleben. Bei Mendiboard merkt man,  dass die Firma sich zu 100% auf Splitboards konzentriert. Es wurde sehr viel Augenmerk auf die Feinabstimmung gelegt und auch seinen Ursprung aus den Pyrenäen kann es kaum leugnen. Die ständig wechselnden Schneebedingungen dort, verlangen, genauso wie bei uns in den heimischen Alpen, nach einem Board was alles abdecken kann. Hier liegt die Stärke darin.

    Aufstieg: Wir hatten die Chance das Mendi bereits öfter unter die Füße zu nehmen und konnten es von feinstem Pulver bis zu wirklich miesen Bedingungen testen. DIe lange traditionelle Camber gibt dem Mendiboard ordentlich halt auf der Kante. Somit steigst Du auch in steilem Gelände und bei harten Bedingungen, im Vergleich zu anderen Brettern, sicher auf. Wird es tief und pulvrig, hat das Backcountry von Mendiboard eine kurze, aber dafür höhere Nose als andere Boards im Markt. Dies gibt zusätzlichen Auftrieb und trägt dazu bei, dass Du weniger Kraft beim Spuren verbrauchst und weiter gehen kannst. Es ist gut ausgewogen und die Spitzkehren gehen locker aus dem Bein. Dank der enormen effektiven Kantenlänge hat es einen sehr schönen Vorwärtszug was Dir das Gehen zusätzlich erleichtert.

    Abfahrt: Bei wechselnden Bedingungen ist uns neben den hervorragenden Fahreigenschaften in Pulver und Hardpack folgendes besonders aufgefallen. Ist der Schnee krustig bzw. hat er einen Harschdeckel, poppt das Mendiboard Backcountry im Vergleich zu anderen klassisch geshapten Boards mit seiner höheren Nose und breiteren Auflagefläche sehr gut heraus, man bleibt also weniger hängen und einer flüssigen Abfahrt selbst bei schwierigsten Bedingungen steht nichts im Wege. Alles in allem bietet das Mendiboard Backcountry ein Top Package aus Preis und Leistung. Wir können es besten Gewissens einer Vielzahl von Splitboardern empfehlen die auf klassische Shapes stehen. Hier das Video in Spanisch, falls die Untertitel nicht automatisch eingeblendet werden, einfach auf den CC Knopf im YT Player drücken.

     

  • Burton - Pow Wrench
    Das Pow Wrench Split ist ein reinrassiges Powderboard mit guten Aufstiegseigenschaften.

    Aufstieg: Das Burton Pow Wrench hatten wir leider nur einen Tag unter den Füssen doch auch hier haben wir das Brett in möglichst vielen Situationen und Schneebedingungen getestet. Zu bemerken ist ein solider Aufstieg bis ca. 35° bei harten Bedingungen. Wird es steiler ist einiges an Gehtechnik erforderlich um sicher weiter zu kommen, oder Harscheisen natürlich. Trotzdem hat es sich im Vergleich zu den anderen reinrassigen Pulverbrettern im Test gut geschlagen und wir fühlten uns sicher. Auch das Burton zieht sauber nach vorne und ist gut ausgewogen, so dass die Spitzkehren flüssig und einfach machbar sind. Wie meistens bei Burton, lässt das Gewicht noch etwas zu wünschen übrig, doch sollte sich das hier durch ein Mehr an Haltbarkeit ausgleichen.

    Abfahrt: Glücklicherweise haben wir eine schön gefüllte Rinne gefunden und konnten das Burton Wrench Splitboard seinem geliebten Pulver aussetzen. Ja es fährt wie von Burton erwartet hervorragend bergab und macht im Pulver wahnsinnig viel Spaß. Sowohl an Wendigkeit als auch an Spurtreue gibt es hier nichts auszusetzen. Auch auf harter Piste bist Du wendig und trotz Pulvershape kontrolliert unterwegs.

     

  • Stranda - Decender Split
    Ab kommender Saison hat Stranda mit dem Descender Split ein weiteres Splitboard in seinem Programm mit dem Du auch anspruchsvolle Touren in Angriff nehmen kannst. Dieses Board ist nicht direkt von uns getestet. Ein guter Freund dem wir im Bezug auf seine Splitboarding-Skills absolut vertrauen hatte das Brett einen Tag im Gebiet und einen Tag auf Tour unter den Füssen. Hier sein Fazit. 

    Aufstieg: Gut abgestimmt bewältigt das Descender neben weichem, fluffigem Schnee auch schwierige Bedingungen wie Harsch oder windgepressten Schnee.  Verglichen mit dem Shorty ist der Aufstieg durch die moderatere und etwas härter abgestimmte Nase um einiges einfacher. Die Boardhälften haben einen stabilen "Unterfuß-Flex", was Dir bei Unebenheiten oder bei tiefem Schnee einiges an zusätzlicher Effizienz liefert. Auch der Aufstieg in steilerem Gelände geht einfach. Gut ausgewogen sinkt das Tail bei Spitzkehren ab und das Brett lässt sich wunderbar drehen. Bei Traversen bzw. Querungen trägt das "Low-Camber" Profil und die lange effektive Kante entscheidend zu einem sicheren Halt bei.

    Abfahrt: Wie schon der Name sagt, dass Descender Split ist für die Abfahrt gebaut, hat aber trotzdem weitreichende Aufstiegseigenschaften. Dank dem direktionalen Freeride-Shape beschleunigt es in tiefem Schnee und hält auch eisigen Passagen solide stand. Das Abfahren mit dem Descender Split ist erstaunlich. Das direktionale Freeride-Board beschleunigt bei Tiefschnee und bei variablen Bedingungen. Sowohl in engen Waldabfahrten oder technischem Gelände, als auch in weiten offenen Feldern lässt sich das Board hervorragend fahren. Auch auf der Piste kann das Brett sehr schön gecarvt werden und hält auch härtestem Kunstschnee stand.  Dämpfung und Flex sind so abgestimmt, dass es auch bei höheren Geschwindigkeiten relativ wenig flattert. Es ist schnell und fühlt sich sehr sicher an.  Dieses Board kann Dein Gerät für alle Lebenslagen sein.



     
  • Enfuse El Stylo Splitboard Binding:

    WIr hatten auch die Chance, Danke an Ben von Konvoi, die nagelneue Enfuse Splitboard Bindung an zwei Tagen unter die Füsse zu nehmen. Der minimalistische Stil ist super. Die Bindung lässt sich sehr einfach montieren.

    Aufstieg: Die Bindung kann bei den anderen Bindungen am Markt durchaus mithalten. Die Kraftübertragung ist gut und auch der Switchover hat bei relativ günstigen Bedingungen gut funktioniert. Sie ist weder vereist, noch gab es Probleme beim Zusammenstecken. Wir haben einfach den Schnee entfernt und die Bindung befestigt. Den Hebel haben wir vorsichtig betätigt, da er uns etwas zart erschien. Dennoch lies sich die Bindung gut zusammenbauen. Die Skepsis bezogen auf den sehr spartanisch ausgeprägten Heelcup konnte bei einfachen Bedingungen, aber auch in steilem Gelände nicht bestätigt werden. Weder Deeluxe noch Fitwell rutschen heraus. Ganz im Gegenteil, die Kraftübertragung ist stabil.

    Abfahrt: Die Enfuse EL Stylo ist auch in der Abfahrt stabil. Die Kraftübertragung geht schnell und direkt, auch bedingt durch die gefräste Alu Baseplate und die steifen Highbacks von Nitro. Auch hier gibt es aktuell wenig dran auszusetzen.

    Klar gibt es noch einige Dinge zu optimieren, bevor die Bindung dann in den Verkauf geht. Dies sind zum Beispiel die Gesamtbreite, die Steighilfe und weitere Kleinigkeiten, die bei den Jungs von Enfuse bereits auf der Optimierungsliste stehen.
    Wir freuen uns, dass der Bindungsmarkt wieder etwas belebt wird und es auch hier eine weitere Entwicklung gibt. Wir sind gespannt auf die nächste Version. Diese Bindung ist auf jeden Fall sehr vielversprechend.

 

Neben den super Testmöglichkeiten beim First Try gab es auch wieder ein tolles Rahmenprogramm in Alpbach und eine Abend-Messe auf der man sich detailliert austauschen und auf Fragen, die sich aus den Tests ergeben haben, eingehen konnte. Die Firmen standen zu allen Themen gerne Rede und Antwort. Solltet Ihr weitere Fragen zu dem vorgestellten Material haben - stellt sie gerne unter dem Artikel, wir werden uns bemühen sie soweit uns möglich zu beantworten.