26. Februar 2021    

Dieses Jahr war unser jährlicher First Impression Splitboard Test 21-22 anders als erwartet. Corona bedingt war es uns nicht möglich die Boards beim SHOPS 1st TRY zu testen. Somit musste eine andere Lösung gefunden werden. Flexibilität ist gefragt - was können wir tun? Wir lassen uns die Splitboards schicken und kümmern uns darum eine Arbeitserlaubnis in Österreich zu bekommen. Gedacht getan.

Nach einigen Telefonaten mit Wirtschaftskammer und Co. wussten wir wie es funktioniert. Also haben wir ein Covid Sicherheitskonzept entwickelt, einen Haufen Papierkram erledigt und uns dann tatsächlich beim Pez im Naturschnee Skigebiet Hochkeil getroffen. Wie Ihr ja wisst lieben wir Vanlife, nicht nur weil es gerade eine Mode ist, sondern weil wir es schon seit 20 Jahren begeistert betreiben. Trotzdem war es super, dass wir auch einen Aufenthaltsraum im Hochkeilhaus zur Verfügung hatten um hier zu kochen und zu fachsimpeln. Es fühlte sich an als wären wir beim SPLIT & RELAX, nur in privater Runde! TRAGT EUCH DEN TERMIN FÜR SPLIT & RELAX 2022 AM BESTEN JETZT SCHON EIN: 04.02.2022.

Es ist das erste Jahr in dem wir auch Frauen Bretter testen und unsere Testcrew ist um einige gute SplitboarderInnen erweitert. Dazu später mehr.

Die Schneebedingungen waren wechselhaft, also perfekt zum Testen. Getestet wurde in 20-30 cm Pulver mit harter Unterlage, auf einbrechendem und haltendem Harschdeckel, zerfahrenem Gelände und auf der Piste. Alle Boards wurden von mehreren Leuten sowohl im Aufstieg als auch in der Abfahrt getestet. Die Gewichtsklassen der Tester bewegen sich zwischen 72 und 85 kg ohne Gepäck. Die der Frauen zwischen 52 und 65 kg. Die Testergebnisse spiegeln die Meinungen der einzelnen Tester in konsolidierter Form wieder.

Bilder der Boards findet Ihr in der Galerie! <<Fast alle Fotos sind von Lisa Kristin Photography --> Link zum Profil gibt es unten>>

Testboards:

AMPLID:
Miligram 
Das Miligram ist wie eh und je top. Hier haben wir unseren Stratospheric Topsheet Test gemacht,da wir die Fahr- und Aufstiegseigenschaften bereits kennen. Bei einigen unserer Versuchen kann man weniger Schnee auf dem Topsheet erkennen. Was die Temperaturen des Topsheets betrifft bleibt das Brett laut Wärmebildkamera kälter, somit sollte weniger Schnee tauen und dann anfrieren. Wir brauchen noch die krassen Frühlingsverhältnisse mit Höhe, dass wir hier noch etwas weiter in unserer Betrachtung kommen. Weiters haben wir herausgefunden, dass das 163er bei einem Körpergewicht von 85 kg etwas zu weich ist. Somit verformt es sich stark und man sinkt in tiefem Schnee weit ein. Das 168er passt auch für die schweren Jungs. ;-)


ARBOR:
Bryan Iguchi Pro 157
Mit der Überarbeitung des Iguchi Pro Splitboard von Arbor wurde die Vielseitigkeit erneut unterstrichen und weiter optimiert. Es hat uns wieder viel Freude bereitet. Du kannst es sowohl surfy als auch aggressiv fahren. Durch das Grip Tech spürst Du die Kante kommen. Bisweilen "rupft" es in den Kurven ein wenig wenn man nicht an die Grip Tech Kanten gewöhnt ist. Das surfige Gefühl wird durch die dreidimensionale Nose gestärkt. Im Vergleich zu anderen Splitboards ist es ist relativ weich abgestimmt, fährt also verspielt und fehlerverzeihend und ist für jeden Spaß bei der Abfahrt zu haben. Auch auf der Piste kann man sich immer wieder lustige Tricks gönnen und das Bryan Iguchi versuchen an seine Grenzen zu bringen bzw. an seine eigenen Grenzen gehen. In variierenden Bedingungen bleibt es stabil und Du bist kontrolliert unterwegs.
Im Aufstieg bringt das Brian Iguchi Pro die erforderliche Performanz um auch in steilerem, ca. 35°, Gelände sicher unterwegs zu sein. Obwohl es relativ weich abgestimmt ist, ist es noch steif genug um genügend Kantenhalt zu bekommen. Vorwärtszug und Balance passen optimal. Das Board ist gut ausgewogen und zieht beim Hiken schön nach vorne. Alles in allem ein Board mit dem wir uns auch auf ambitionierte Abenteuer einlassen würden.


Coda
Das Arbor Coda ist im Vergleich zum Bryan Iguchi Pro noch etwas weicher abgestimmt, was ein noch surfigeres Gefühl im Pulver mit sich bringt. Obwohl das Coda ein Mountain Twin ist, bleibt die Nose auch im Pulver an der Oberfläche ohne dass man sehr viel Gewicht auf den hinteren Fuß bringen muss. Kommt man vom Pulver ins windverpresste, ruppige Gelände hält die Kante gut und auch die Kontrolle kann bewahrt werden. Bei sehr hoher Geschwindigkeit kann es mal einen Ausrutscher geben. Auf der Piste ist es tadellos, die Kante hält und das Brett macht Spaß. Auch hier sind die Eigenheiten der Grip Tech Auswölbungen an der Kante zu beachten.
Im Aufstieg ist das Coda bei 161 cm merkbar schwerer als das Bryan Iguchi. Auch hier kommt das Gewicht im umfassenden Testbericht. Die Performanz ist gut, trotz Rocker hält es dank des "Parabolic" Shapes (Reverser Radius zwischen Bindung und Kontaktpunkten) auch beim Traversieren in hartem Gelände recht gut. Wird es tiefer, schwimmt es auf und die Balance ist anständig. Wenn einiges an Schnee auf dem Board klebt, kippt die Nose bei Spitzkehren etwas früher ab als bei anderen Brettern im Test und die Aufstiegseigenschaften werden leicht beeinträchtigt.


BURTON: 
Alle Burton Splitboards im Test sind mit dem Channelsystem ausgestattet, was die Bretter etwas schwerer macht. Dafür geht die Bindungseinstellung sehr einfach und auch im Verleih ist dies von Vorteil. Die Burton Bretter haben eine massive Vorspannung die über Jahre hinweg stabil bleibt. Dies spiegelt sich in einer sehr guten Haltbarkeit der Bretter wieder.

Straight Chuter
Das Burton Straight Chuter ist auf steile Rinnen, größere Drops und agressives Fahren abgestimmt. Dementsprechend brauchst Du, wenn Du etwas leichter bist, ordentlich Kraft in den Beinen. Auf Grund des agressiven Shapes, der Steifigkeit und des Einsatzbereiches ist es im normalen Tourengebrauch eher etwas schwerfällig in der Handhabung. Auf dem Tail gibt es allerdings viel Sicherheit und auch bei wechselhaften Bedingungen kann es schnell und kontrolliert gefahren werden.
Im Aufstieg ist das Straight Chuter merkbar besser als das Hometown Hero und das Hometown Hero X. Der Kantenhalt ist solide, auch in hartem Gelände bis 35°. Es ist gut ausgewogen und die Spitzkehren gehen leicht vom Fuß. Es kommt gut aus dem Schnee und auch bei tiefen Verhältnissen ist der Aufstieg weniger anstrengend als bei Brettern die vielleicht weniger wiegen aber sich mehr durchbiegen.

Hometown Hero X
Das Burton Hometown Hero X ist das "Every Day" Splitboard von Burton. Es ist etwas schwerer als seine Konkurrenten in der gleichen Preisklasse, was sich bei der Abfahrt im Vergleich zu anderen Brettern als weniger agil äussert. Leicht getapered schwimmt es gut auf und fährt solide in tiefen Bedingungen. Es ist sehr steif und hat einen guten Pop, kann also auch von gewichtigeren Fahrern gut genutzt werden. Wenn man sich an die Fahreigenschaften gewöhnt hat macht es viel Spaß und ist stark auf der Piste. Bei zerfahrenem Schnee oder Hardpack bleibt es stabil.
Im Aufstieg ist das Hometown Hero X auf Grund seiner Steifigkeit solide und durch den S-Rocker mit dezenter Camber schwimmt es gut auf. Der Kantenhalt ist gut, doch im Vergleich zum Straight Chuter etwas geringer. Die starke Tailierung und das relativ breite Tail erfordern einen breitbeinigen Aufstiegsstil.

Leader Board
Das Burton Leader Board ist noch ein bisschen steifer als die anderen Burton Bretter, also brauchst Du hier richtig Kraft in den Oberschenkeln. Es will sehr aktiv und aggressiv gefahren werden. Hast Du die Power dazu, macht es Spaß und Du kannst seine Qualitäten spüren. Kontrolliertes Ballern durch wechselnde Bedingungen und ein surfiges Gefühl auch bei hohen Geschwindigkeiten zeichen das Burton Leader Board aus.
Im Aufstieg ist alles gut. Es ist sauber ausgewogen, zieht gut nach vorne und die Kante hält - ähnlich wie beim Straight Chuter.


COMERA (eine kleine Splitboard-Schmiede aus Italien):
Camos
Das Comera Camos hat einen super coolen Look and Feel - abgesehen von der Farbgebung, die ja bekanntlich Geschmackssache ist. Es gehört zu den leichteren Boards am Markt, ist aber kein Fliegengewicht. Mit einem großen Radius, einer früh hoch gezogenen Nose und einer Camber bis fast ins Tail, also einer sehr langen effektiven Kante, ist es stark im Aufstieg und trotzdem spaßig und wendig in der Abfahrt. Es ist relativ weich abgestimmt, hat aber dennoch genug Pop im Tail, so dass es sich beim Carven lebendig anfühlt und einem den gewissen Schwung aus der Kurve mit gibt. Das Comera Camos ist eher weicher abgestimmt, ähnlich dem Arbor Bryan Iguchi oder dem Amplid Milligram. Somit erfordert Geschwindigkeit in ruppigen Bedingungen ein gutes Boardgefühl. 
Im Aufstieg ist das Comera Camos solide, hat ordentlich Griff und der Balance-Point ist optimal gesetzt. Bei unserem Test mit ca. 35° Steigung war es etwas schwächer als z.B. das GB Split oder das Korua Escalator - aber trotzdem sehr stark. Dies ist durch die weichere Abstimmung bedingt. Es schwimmt schön auf und auch in tiefem Schnee sinkt es relativ wenig ein. Die Fellbefestigung mit zwei Kerben an der Nase funktioniert tadellos und macht ein Zusammenbauen auch mit Fellen möglich.


GOODBOARDS: 
GB Split Camber / GB Split Rocker-Nase
Das GB Split Full Camber hat eine massive Camber von fast 10 mm, es hat einen traditionellen Shape und ist sehr steif - wenn auch etwas weicher als die Burton Bretter. Im Vergleich zum vergangenen Jahr wurde der Kern leicht optimiert um das Gewicht noch etwas zu reduzieren. Bei der Abfahrt macht es Spaß. Wie bei allen traditionellen Brettern ist gute Beinarbeit gefragt. Die Kante hält sehr gut und auch in ruppigen Bedingungen und bei hohen Geschwindigkeiten ist man sicher und kontrolliert im Gelände unterwegs. Das GB-Split ist etwas weniger wendig als sein Bruder GB-Split mit Rocker-Nase. In tiefem Schnee will es auf dem hinteren Fuß gefahren werden und schwimmt oben. Auch hier, der Bruder lässt sich mit weniger Kraftaufwand fahren und ist wendiger. 
Im Aufstieg war das GB-Split am stärksten von allen getesteten Brettern. Dies ist der starken Vorspannung und der massiven Camber zu verdanken. Das GB Split mit Rocker-Nase hat im Aufstieg etwas das Nachsehen, doch wird es unserer Meinung nach durch das spielerische Fahrgefühl wieder kompensiert.

Die beiden Bretter passen super zusammen und würden einen optimalen Splitboard Quiver bilden.


JONES: 
Frontier
Das Frontier ist ähnlich dem ehemaligen Explorer Split. Der Flex bewegt sich im mittleren Bereich. Es ist sehr wendig und macht großen Spaß auch bei einem Gewicht bis 77 kg. Die Kanten halten gut. Bei hohen Geschwindigkeiten verliert es im Vergleich zum Jones Solution etwas an Laufruhe (ähnlich dem Arbor Coda) ist aber dennoch gut zu fahren, auch in schwierigen und wechselnden Bedingungen. Es fährt sich spielerisch, fehlerverzeihend und mit wenig Kraftaufwand. Im Pulver ist es surfig und kann gut mit zentriertem Gewicht gefahren werden. Alles in allem ist es ein schönes Allroundbrett, das auch mit weniger Kraft gefahren werden kann.
Im Aufstieg ist das Frontier solide unterwegs, auch bei harten, weniger griffigen Bedingungen. Im Pulver kommt es wie die meisten Bretter gut nach oben. Bei gewichtigeren Fahrern macht sich der weiche Flex im Aufstieg bemerkbar.


KORUA: 
Escalator
Das Korua Escalator ist nach wie vor Top, unsere Begeisterung aus dem vergangenen Jahr wurde von allen Testern bestätigt. Es fliegt durch tiefen Pulver, es pflügt durch Hardpack und auch in ruppigem Gelände ist es bei hohen Geschwindigkeiten super stabil und sehr kontrolliert fahrbar. Das gesamte Board ist hervorragend abgestimmt und das kurze aber harte Tail gibt Stabilität bei Drops und anderen Spielereien. Die großen Löcher der Fellbefestigung gönnen Dir ab und an direkte Faceshots im Pulver. Solltest Du bei harten Bedingungen mal etwas zu viel Rückenlage bekommen, bremst Dich das Tail mit den beiden "Spitzen" und Du kommst angenehm wieder nach vorne. Am ehesten ist das Escalator im Bezug auf die Fahreigenschaften mit dem Nevado von Konvoi zu vergleichen. Von der Steifigkeit und vom Pop her bewegt es sich zwischen Goodboards GB Split und dem Nitro Slash. Das neue wachsbare Topsheet muss gewachst werden, ansonsten klebt hier ordentlich Schnee drauf, was die Gewichtseinsparung zunichte macht. Ist es mit einem biologischen "Allconditions Wachs" präpariert, funktioniert es gut und es bleibt wenig Schnee kleben. Hier also ein weiteres Plus für das Escalator. Korua hat es geschafft  das schwere wachsbare Topsheet von früher so zu verändern, dass das Board leichtgewichtig bleibt. Trotz der aggressiven Optik ist das Escalator sehr vielfältig einsetzbar.
Im Aufstieg ist das  Escalator sehr stark. Es überzeugt durch sehr guten Kantenhalt auch in schwierigen Passagen. Das Board ist gut ausbalanciert, die Spitzkehren gehen locker aus dem Fuß und auch wenn Schnee auf dem Topsheet (durch das wachsbare Topsheet eher selten) klebt, kommt die Nose schön aus dem Schnee heraus. Die Fellbefestigung ist gut gewählt und es können die Felle bereits im Ridemode montiert werden. 


NITRO:
Allen Nitro Splitboards gemeinsam ist die hervorragende Fellbefestigung. Hier kann aktuell keine andere Marke mithalten. Die Möglichkeit das Fell noch im Ride-Modus zu befestigen bzw. nach dem Zusammenbau abzufellen bringt zusätzliche Sicherheit und Komfort. Nitro hat eine ganze Range an Splitboards für unterschiedliche Einsatzzwecke und für jeden Fahrstil. Hier ist ganz klar die jahrelange Erfahrung im Splitboardbau erkennbar. Auch preislich bewegen sich die Bretter in einem guten Rahmen. Gewichtsmässig befinden sich die Nitros im guten Mittelfeld.

Slash 
Das Nitro Slash ist ein Powder optimiertes Splitboard, das sich hervorragend surfen lässt ohne das es Deinen Oberschenkeln viel Kraft abverlangt. Es schwimmt genau richtig auf, nicht zu viel und nicht zu wenig. Somit bist Du auch bei hohen Geschwindigkeiten gut und sicher unterwegs. In zerfahrenem Gelände und bei Hardpack bügelt es über die Hindernisse und auch hier hält es hohen Geschwindigkeiten ohne große Materialverformung stand. Es carved solide auf der Piste und macht alles in allem viel Spaß. Es kann sowohl über den vorderen, als auch über den hinteren Fuß gefahren werden, wobei ein wenig mehr Gewicht auf dem hinteren Fuß große Auswirkungen auf die Fahreigenschaften im Pulver mit sich bringt. Das Tail ist stabil und gibt dir trotz der kurzen Länge Stabilität auch bei kleinen Drops. Im Vergleich zum Escalator verlangt das Nitro Slash weniger Beinarbeit und kann bei der Performanz im Carven nicht ganz mithalten. Trotzdem ist es bei den pulverorientierten Brettern ganz vorne dabei. Was die Steifigkeit betrifft ist es zwischen Arbor Bryan Iguchi, Amplid Milligram und dem Escalator von Korua einzuordnen.
Im Aufstieg funktioniert es gut. Die Steifigkeit ist gut, so dass es auch bei harten bis eisigen Bedingungen ordentlich Kantenhalt bietet. Die Brackets sind so austariert, dass die Nase nach oben kommt und Spitzkehren sehr einfach zu bewerkstelligen sind. Sowohl Vorwärtszug als auch Float sind optimal.

Nitro Miniganger (KIDS)
Das Miniganger ist das optimale Einsteigerboard für Kinder. Mit einer Länge von 132cm ist es das kürzeste Splitboard am Markt. Der Shape ist relativ schmal und für Kinderfüße bestens geeignet. Auch zum normalen Fahren auf der Piste geht es wunderbar. Mein Sohn nutzt es zu 90% wenn wir am Berg unterwegs sind. Ich kann es jedem empfehlen, der mit seinen Kindern den Spaß an dem Sport teilen möchte. Statement von meinem Sohn, er hat begonnen als er 8 Jahre alt war): "Das Nitro Miniganger ist supergeil - ein normales Snowboard ist etwas wendiger. Das Tourengehen macht viel Spaß auch wenn es anstrengender ist als mit dem Lift zu fahren." Hier geht es zu unserem Artikel Splitboarding mit Kindern in dem sich auch der Entwickler des Miniganger Split Tommy Delago und Legende Jeremy Jones zu Ihren Erfahrungen zum Splitboarding mit Kindern äussern.



FEMALE Splitboards

AMPLID
Mahalo (female)

Das Mahalo ist erst von einer Dame gegangen und gefahren worden - sobald weitere Meinungen da sind werden wir uns auch hierzu äussern.  
 

ARBOR
Veda (FEMALE)

Das Veda Splitboard ist angenehm und einfach zu fahren. Wenn Du es an seine Grenzen bringst merkst Du die unterschiedlichen Radien des Grip Tech. Somit ist es vom Kurvenverhalten her ähnlich wie die Herrenboards von Arbor (siehe Bryan Iguchi Pro). Relativ weich abgestimmt passt es auch gut für leichtere Frauen. Es fährt sich spielerisch und auch auf der Piste macht es eine gute Figur. Im Pulver schwimmt es oben und ist schön wendig.
Im Aufstieg konnten wir nichts Negatives erkennen. Die Kanten halten normal und das Grip Tech gibt ein bisschen zusätzliche Unterstützung. In tieferem Schnee kommt das Board gut nach oben. Wie beim Coda, ist auch hier der Schwerpunkt so gesetzt, dass es optimal ausgewogen ist, doch wenn etwas Schnee drauf klebt sinken die Boardhälften ab und der Aufstieg wird etwas beeinträchtigt. Das Veda bewegt sich in einem schönen gefühlten Gewichtsbereich. Bei hohen Geschwindigkeiten in ruppigem Gelände verformt es sich relativ stark und es erfordert Feingefühl um kontrolliert unterwegs zu sein.

Swoon (FEMALE)
Beim Swoon Splitboard von Arbor ist der Nose-Rocker etwas Richtung Tail verlagert, was das Board besser floaten lässt. Es bekommt somit mehr Auftrieb und erleichtert ein surfiges Fahren in tiefem Schnee. Wie auch das Veda ist es schön und vielseitig einsetzbar. Auch das Swoon ist relativ weich abgestimmt und angenehm zu fahren. Wird es wechselhaft von weich zu hart ist auch hier Feingefühl gefragt. Vom Gewicht her hat es Arbor optimiert. Das freut uns sehr, da die Firmen oft zwar kürzere und schmalere aber nicht wirklich leichtere Bretter machen.  Die Wahrheit zum Gewicht kommt im umfassenden Test.
Auch das Swoon ist im Aufstieg gut. Erhöhter Kantenhalt durch das Grip Tech und guter Auftrieb. Bei unserem Modell hat alles gepasst. Der Schwerpunkt ist so gesetzt, dass auch wenn Schnee auf der Nose liegt ,die Aufstiegsleistung erhalten bleibt.


BURTON
Hometown Hero
(UNISEX)
Das Hometown Hero ist von unseren Testerinnen als gutes Splitboard bezeichnet worden, was sowohl im Pulver als auch im Hardpack ganz normal fährt. Es floated, es hat Kantenhalt und es macht Spaß, doch ist es etwas schwerfälliger als andere Boards im Test.
Im Aufstieg konnten keine Nachteile gefunden werden. Es steigt sich ebenso auf wie das Hometown Hero X der Herren.

KONVOI
Nevado Female

Das Konvoi ist für Damen mit gut ausgeprägter Oberschenkelmuskulaur. Bei einer Länge von 161cm fährt es sich wie ein 155er. Nach sehr kurzer Eingewöhnung ist das Nevado für Frauen sehr wendig und trotz der Länge und des entsprechenden Gewichts sehr drehfreudig. Bei höheren Geschwindigkeiten ist es extrem laufruhig und Du bist sicher und kontrolliert unterwegs, sowohl auf der Piste, als auch in verspurtem Gelände. Der Kantengriff ist hervorragend, dies ist auch durch die einzigartigen Channels in der Base bedingt. Kontrolliert und sehr sicher bist Du auch auf eisiger Piste bzw. in hartem Gelände unterwegs. Im Pulver bist Du die Königin, es floated und Du kannst auch mit High-Speed alles machen was Deine Skills erlauben.
Im Aufstieg macht das Nevado FEMALE ebenfalls eine tolle Figur. Die Kante hält in jeder Position und die Nose kommt super aus dem Schnee heraus. Es zieht nach vorne und ist top ausgewogen.

Hier geht die Empfehlung eher an Damen, die gute bis sehr gute Snowboard-Skills haben, da sie die Fähigkeit besitzen das gesamte Potential des Brettes auszufahren.

MENDIBOARD
Backcountry (FEMALE)
Das Mendiboard Backcountry für Frauen hat den Testerinnen auf Anhieb viel Spaß gemacht. Super wendig und sehr agil fährt sich das Board spielerisch und mit großer Leichtigkeit. Es ist lebhaft im Pop und die Kurven lassen sich sehr einfach einleiten. Es floatet vom Feinsten und es kann sowohl über den vorderen als auch über den hinteren Fuß gefahren werden. Im Harsch bleibt es entweder oben oder es bricht ein, ohne sich "fest zu beissen". Dies hat mit der etwas höher gezogenen, relativ kurzen Nose zu tun. Somit kannst Du auch bei anspruchsvollen Bedingungen sehr angenehm und kraftsparend fahren. Auf der Piste carvt es verlässlich und auch bei Eis ist die Kante stark genug, vorrausgesetzt Du bringst den nötigen Druck auf das Brett.
Im Aufstieg kam schon nach den ersten Schritten die Aussage " Damit fühlt man sich so frei... es ist viel leichter als meine 107mm breiten Freerideski". Die Testerinnen fühlten sich in jedem Moment sicher, auch in steilerem Gelände und bei hartem Untergrund. Das Mendiboard Backcountry FEMALE ist wie die Herrenvariante aufstiegsoptimiert, hat einen sauberen Vorwärtszug und ist sehr gut ausgewogen. Die effektive Kante ist bei dem Mendiboard Backcountry sehr lang, es hat ein klassisches Profil mit erhöhter Nase. Auf dem Topsheet bleibt nur wenig Schnee kleben.

Eine Testerin sagte sogar, sie würde das Board die ganze Saison, auch auf der Piste fahren. 

NITRO
Squash (FEMALE)

Das Squash female kam unseren Testerinnen extrem wendig vor, fast schon wie ein Skateboard - das lag wohl auch an der sehr kurzen Länge mit 148 cm. Mit dem mittleprächtig ausgeprägten Swallowtail und nasenbedingt ist es ein reinrassiges Powderboard das auch gute Fahreigenschaften auf griffiger Piste hat. Wird es hart, muss Frau sich dran gewöhnen hier die Kanten voll zum Einsatz zu bringen.  In tiefem Pulver sinkt das Tail ab und die Nose kommt sehr schön nach oben. Auch in steilem Gelände kann das Squash hervorragend gefahren werden. Das Board ist ziemlich weich abgestimmt und erfordert relativ wenig Kraft in der Nutzung.
Im Aufstieg ist das Squash FEMALE überraschend gut. Klar im Pulver ist alles super, aber auch bei harten Bedingungen und in steilerem Gelände funktioniert es tadellos. Die Kickturns gehen kinderleicht und der Kantenhalt ist gut, aber nicht überragend. Hier geht die Empfehlung in Richtung zweites Board im Quiver.

STRANDA
Descender FEMALE

Das Female Descender ist super drehfreudig und wendig. Durch das geringe Gewicht ist wenig Krafaufwand erforderlich und das Board ist spielerisch und fehlerverzeihend. Der Flex ist sehr angenehm, so dass Unebenheiten einfach ausgeglichen werden können und viel Sicherheit gegeben ist.
Im direkten Vergleich mit dem Nevado hat es bei hohen Geschwindigkeiten etwas weniger Laufruhe und Kantengriff. Im Pulver hat es sehr guten Auftrieb und Frau gewinnt schnell an Geschwindigkeit. Auf der Piste kann es auch entspannt gecruist werden, wohin gegen das Nevado etwas mehr Beinarbeit erfordert und aggressiver rangenommen werden möchte.
Das Descender ist ein toller Allrounder der sich einfach fahren lässt.
Im Aufstieg ist das Female Descender stabil, der Kantengriff ist sehr gut, wenn auch etwas geringer als beim Nevado. Was die Kante betrifft ist es eher vergleichbar mit dem Nitro Squash. Hier macht es einige Punkte gut, da es kürzer und leichter ist. Die Spitzkehren gehen locker aus dem Fuß und auch die Balance-Points sind hervorragend gesetzt. Somit kommt die Nase auch bei tiefen Verhältnissen gut nach oben und der Aufstieg ist mit relativ wenig Kraftaufwand möglich



Fazit:
Mittlerweile funktionieren alle Bretter, was den Kantenhalt betrifft, recht gut im Aufstieg. Selbstverständlich gibt es Nuancen wo zum Beispiel ein GB Split durch die extrem lange effektive Kante und die harte Abstimmung besser aufsteigt als ein pulverorientierteres und weicheres Arbor.  Was die Balance-Points, also die Position der Brackets betrifft. gibt es nach wie vor Unterschiede. Somit lassen sich die Spitzkehren mit einem Nitro Slash einfacher bewerkstelligen als mit einem Arbor Coda. Auch die Fellbefestigungen weisen deutliche Unterschiede auf. Ein Vorteil bei den Splitboards die an der Nose Löcher oder eine Kerbe zur Fellbefestigung haben ist es, dass man die Boardhälften schon zusammenbauen kann bevor man die Felle entfernt bzw. die Felle schon drauf machen kann, bevor man das Board in den Hike-Mode bringt. Das sind Vorteile im Komfort und beim Auf/Abfellen in schwierigem Gelände bringt es auch einen deutlichen Sicherheitsgewinn. Sind die Fellbefestigungslöcher in der Nose sehr groß kommt einem bei ordentlich Pulver gerne mal ein Schneestrahl entgegen. 
Ab einem Gewicht von ca. 85kg (nackt) macht sich die Härte des Flex deutlich bemerkbar. Man sinkt tiefer ein und der Weg nach oben kostet mehr Kraft. 
Im diesjährigen Test gab es keine reinen Rockerboards, somit ist auch der Vorwärtszug bei allen solide.

Bei der Abfahrt hat jedes Board shapebedingt seine Vor- und Nachteile, dazu dann mehr in unserem umfassenden Testbericht.
Wenn Ihr wissen möchtet wie Ihr Euch das perfekte Splitboard Setup aussucht, hier geht es zu unserem Splitboard Gear Guide.

Auch zu erwähnen ist die brandneue Enfuse Splitboard Bindung, die wir inzwischen auf bereits 12 Touren testen konnten:
Die Bindung ist bei Schuhgröße 43 super, toller Komfort der Steighilfe, sehr gute Kraftübertragung - vergleichbar mit einer Plum. Das Interface ist super clean und extrem leicht im Vergleich zu anderen Interfaces. Mit ein bisschen Tuning kannst Du die Bindung zur vielleicht leichtesten Bindung am Markt machen. Mit top Aufstiegseigenschaften und auch bei der Abfahrt macht sie Spaß. Vom Gefühl her ist sie sehr direkt, eher wie eine Splitboardbindung, als eine Snowboardbindung. Hier werdet Ihr in unserem umfassenden Test auch mehr daüber lesen können.


DANKE AN ALLE DIE DIESEN TEST ERMÖGLICHT HABEN, SOWOHL ALS MARKEN UND ALS ANWESENDE PERSONEN!

Fotografin: Lisa Kristin Schrötter INSTAGRAM: lisa_kristin_photography --> Check out her Profile
Tester: Mike, Leo, Ikka, Henning, Pez, Patrick, Laura, Lisa, Marion, Steffanie

Wenn Ihr Fragen habt, postet gerne unter den Beitrag. Wir freuen uns diese zu beantworten.



 Kommentare

  • Avatar
    9. September 2021 - 17:21 Zum Kommentieren anmelden oder registrieren.

    Hallo,

    wir ist euere Erfahrung beim Nitro Slash Splitt 162 in Bezug auf das Körpergewicht. Ich wiege so 88kg und hatte bei einigen Brettern schon Probleme mit Druck auf hinteren Fuß zu bekommen oder dass das Tail hinten abgesagt ist.

    Ich finde ansonsten die Specs vom 162 nicht schlecht, endlich mal ein bisschen breiter.

    Wäre dankbar für eine Antwort.

    Viele Grüße

    Derek