1 post / 0 new
Splitboard, Aufstieg wie mit Tourenski

Immer wieder die Fragen, wie gut kann man mit dem Splitboard aufsteigen und welche Splitboards haben die besten Eigenschaften im Aufstieg.

Es haben sich schon einige über das Thema ausgelassen, da aber auch an uns immer wieder diese Fragen gestellt werden, hier eine kurze Erklärung.

Im Aufstieg ist das Splitboard nicht mit Schneeschuhen zu vergleichen, sondern eher mit Tourenski. Obwohl der Aufstieg mit dem Splitboard ziemlich gut geht, gibt es zumindest bei den Soft-Boot-Ridern das Problem den Druck auf die Kante zu bekommen. Viel Energie wird bereits durch die Materialverformung der Boots absorbiert und somit kommt relativ wenig Kantendruck zustande.

Um dieses Problem zu beheben haben sich zwei Firmen entschlossen spezielle Splitboard-Boots zu entwickeln, die durch Ihre Beschaffenheit eine bessere Kraftübertragung ermöglichen.

Von seiten der Splitboard Hersteller gibt es unterschiedliche Konzepte, die beschriebene Schwierigkeit in den Griff zu bekommen.

Einige haben das Magne Traction, eine geschwungene Stahlkante, wodurch die effektive Kantenlänge vergrößert wird. Andere verwenden das Grip-Tech, das einen Ähnlichen Effekt hat und wieder andere vertrauen auf die bewährte Camber mit der klassischen Vorspannung.

Nun gibt es noch etwas über Camber. Rocker und Hybrid zu sagen. Camber Boards haben durch Ihre Vorspannung eine größere Kraftübertragung, wie auch die Tourenski, allerdings muß man Abstriche in der Powderperformance machen. Bei reinen Rockerboards beruht die Optimierung hauptsächlich auf den Fahreigenschaften, man muß sich also mit der Aufstiegstechnik beschäftigen um entsprechenden Kantenhalt zu erreichen. Die Hybridshapes, vereinen gute Powdereigenschaften in der Abfahrt mit etwas Besser Aufstiegsperformance im Vergleich zu Rocker-Boards, da sie meistens an der Nose "gerockert" und weiter nach hinten raus auch eine Camber aufweisen.

Hier noch einige Tipps zum Aufstieg in anspruchsvollem Gelände oder harten Querungen.

Um wirklich sicher zu gehen einfach die Harscheisen aufziehen und weiter geht es. Etwas vorrausschauendes Hiken ist hier gefragt, denn wenn es richtig hart und rutschig ist, möchte man am liebsten nicht aus der Bindung um die Harscheisen zu montieren. Es gibt auch Anbieter bei denen Harscheisen unkompliziert montiert werden können.

Ein von mir gerne verwendeter Trick ist es, die Stöcke in der Mitte der Bindung, talabwärts aufzusetzen und sich den entsprechenden Halt durch das Abstützen am Stock zu holen. Auch hier bedarf es etwas Übung, doch kommt man häufig um den Einsatz der Harscheisen herum.

Ihr habt eigene Erfahrungen, Anregungen oder weitere Tipps? Dann meldet Euch an und postet etwas.

Ride Safe and skin relaxed.