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Anfänger braucht Tipps

Hallo zusammen,

habe mir jetzt ein gebrauchtes Splitboard gekauft. Burton freebird 162cm mit Gecko Fellen. Vorgänger hat mir Handling ganz gut erklärt jetzt wollt ich aber fragen, was ich am Anfang so beachten sollte. Ist es besser mal eine Piste raufzulaufen bevor ich eine Tour mit Freunden (logisch alles Skifahrer) mache?
Habe das noch nie gemacht, auch nicht mit Tourenski, möchte das aber unbedingt mal probieren. Kann zwar auch gut Ski fahren, aber ich brauch euch nicht sagen, dass Powder mit Snowboard ne andere Liga ist als pommes.

Bin auch offen für andere Tipps

Danke schon mal im voraus

Grüsse
Irvine

sicherheit an erster stelle

sicherheit an erster stelle,
nie ohne lvs, schaufel, sonde.
am besten einmal das material bei einer kleinen (pisten) tour testen da brauchst keine sicherheitsausrüstung.

Material kennenlernen

Rudbeer hat recht, Sicherheit ist das A&O.

Ich mache es bei neuem Material immer so, dass ich mich am Vorabend der ersten Tour, damit beschäftige. Ich baue es auseinander, baue es zusammen, ziehe die Felle drauf, ziehe sie wieder runter packe den Rucksack,... Das geht auch gemütlich bei einem Film. Kurz gesagt ich spiele mit meinem Material und lerne es so kennen.

Ne Pistentour als Einstieg kann nicht schaden, wenn Du allerdings gut Ski fährst ist es vielleicht nicht unbedingt erforderlich. Das weisst Du aber am besten.

Cheers viel Spaß und Safety First!

Erfahrung sammeln

Ich würde nicht erst mal eine Pistentour machen, sondern ich würde erstmal zwei, drei machen. Solange du nicht im steilen und ausgesetzten rumbrobierst, ist es gut. Würde trotzdem einen Helm aufsetzen und je nach Oberfäche sollten Harscheisen nicht fehlen, wenn es das für's Splitboard gibt.

Im Tiefschnee bist du aber schon Snowboard gefahren? Weil das wäre sonst ein ganz anderes Faß aufzumachen. Die Rede war oben schon von der Ausrüstung. Du mußt aber auch klar von der Tourenplanung und Geländebeurteilung in der Lage sein, mit den anderen mitzuziehen. Ansonsten müßen sie die planerische Verantwortung für dich übernehmen. Das muß klar ausgesprochen sein.

Das nächste ist Gruppendynamik. Wenn du die Bremse in der Gruppe bist kann das unangenehm und auch sehr bald riskant werden. Enweder ihr habt alle Vernunft und auch Humor und Geduld oder das gibt nichts Erfreuliches.

Ich würde dazu neigen mir selber die notwendigen technischen Grundkenntnisse erst alleine anzueignen.

Der nächste Punkt ist wie gesagt das Risikomanagement im Gelände, da lohnt es sich nicht (worst case Szenario) unwissend und blind hinter irgendwelchen Rabauken herzustolpern! :D

- Aufstieg lernen
- Tiefschneefahren können
- Lawinengefahrenbeurteilung/Verschüttetensuche und -bergung
- Risikomanagement und Tourenplanung

Die obigen nötigen vier Kenntnisse muss man langsam aufbauen. Am Anfang kann man immer noch die Tour an die (geringen) Fähigkeiten anpassen. OK das muß man auch als Erfahrener immer und jederzeit machen!

Beispielsweise kann man eine Skiroute im gesicherten Skiraum nutzen, wo keine Lawinengefahr herrscht. Oder halt kleine allgemein anerkannt anfängergeeignete, relativ lawinensichere Geländetour (Wertacher Hörnle, Rangiswanger Horn, etc.), erstmal bei Lawinenwarnstufe 1.

Wenn man sich mit der Materie intensiv auseinandersetzt lernt man das schon bald, wie man vorzugehen hat. Auch ein Buch oder ein Kurs oder eine Einweisung durch einen Erfahrenen wird immer mal nötig sein.

Zum winterlichen Risikomanagement, falls du es nicht schon kennst: http://www.alpenverein.de/bergsport/sicherheit/skitouren-schneeschuh-sic...

Allgemein zur alpinen Tourenplanung: http://www.bergundsteigen.at/file.php/archiv/2006/2/print/62-66%20%28som...

Hallo tombomadil,

Hallo tombomadil,

erstmal danke für die ausführliche Antwort.
Hatte schon vor das so in etwa zu machen. Tiefschnee fahren ist kein Problem, das kann ich sehr gut. Fahr ja schon seit 15 Jahren Snowboard. Für mich ist nur das Splitboard neu, weil ich bisher nie Touren gemacht habe. Mittlerweile habe ich aber keine Lust mehr auf Piste und die meisten Freunde gehen Tourenski. Da sind auch ein paar dabei, die kein Problem damit haben, wenn ich langsamer unterwegs bin. Gehe im Sommer ja viel auf die Berge (auch Hochtouren), deswegen wird die Ausrüstung (Sonde, Piepser,...) und das know how nicht fehlen.
Ich habe aber auch gelesen, dass man mit dem Splitboard nicht so gut bzw. steil aufsteigen kann und deswegen werde ich das vorher schon ein paar mal auf der Piste versuchen. Habe zwar Harscheisen dabei, ist aber halt alles neu. Danach werde ich mal einfache und kürzere Touren machen und dann werde ich schon sehen, wie das ist.
Jedenfalls danke für die an alle für die Antworten.
Sobald ich meine ersten Touren gemacht habe, berichte ich euch wie es gelaufen ist.

Grüße
Irvine

auch ein Splitboard geht steil...

...mit der richtigen Ausrüstung kannst du auch mit einem Splitboard ganz verrückte Sachen machen. Da verhält es sich wie bei Ski - möglichst lange Kante (Chamber Bauweise zu bevorzugen) und am Ende Harscheisen. Ich wurde schon mit großen Augen von Skicracks angeschaut - was Board!

Steige erstmal ein. Um dich zu informieren, ist das Split & Relaxe hier von der Seite eine gute Anlaufstelle.

Viele Grüße
Danny