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Splitboard mit Puck Bindung oder propritäre Bindung

Hallo,

ich bin neu beim Splittboarden und würde das gerne dieses Jahr ausprobieren. Ich habe mich erkundigt und habe gesehen, dass es Bindungen für das Puck system gibt und systeme wo das Verbindungsstück direkt bei der Bindung mit dabei ist. Die Unterschiede welche ich so gefunden habe:

Puck system:
- Bei der Bindung ist keine Halterung an der Bindung dabei, sondern man muss das Puck system eigens kaufen.
- Pucksystem ist aus Plastik

Propritäre Systeme
- Hier ist das Verbindungsstück bei der Bindung dabei
- Bindung und Verbindungsstück sind aus Alu, ...

Ich würde das Board auf jeden Fall fürs Springen verwenden. Aus diesem Grund wollte ich fragen ob eine Bindung mit Puck system ausreicht oder ob das zu wenig stabil ist?

Grüße

Martin

es braucht also einen Titel...

Bin bisher nur Puck-Bindung gefahren, habe eine Spark R&D Afterburner. Bezüglich Stabilität aus meiner Sicht für Alles völlig ausreichend. Allerdings fände ich sie für häufiges Springen zu wenig gedämpft, nämlich gar nicht, die Boot-Sohle steht direkt auf der Alu-Base. Schon einen ganzen Tag intensiv boarden damit (in "Notsituationen") empfinde ich als grenzwärtig. Ist halt dem Minimalismus und der Gewichtsoptimierung geschuldet...

Früher war bei Alu-Systemen Vereisen ein Thema; weiss nicht, ob dies bei aktuellen immer noch so ist. Bei vereisten Voilé-Pucks schiebt man einfach die Bindung mit Schmackes drüber und gut ist ;-)

Gruss Phil

Ja es scheint so...

Hi Phil,

vielen Dank für die Antwort.
Bei Pucks ist ja auf der Alubase die Bindung drauf, weshalb das ja davon abhängt wie gut die Bindung gepolstert ist oder?
Mit den Pucks ist man minimal höher über dem Board als mit dem anderen System oder?
Ich würde das Splitboard gerne zum springen nutzen. Kannst du da etwas empfehlen?

google mal Union Expedition

Ja genau, kommt bei jedem System nur drauf an, wie gut die Bindung selbst gepolstert ist, meine Afterburner eben z.B. gar nicht. Auf meinen Solid-Boards fahre ich ESTs von Burton, das macht den Wechsel aufs Split dann nochmal krasser.

Für Freestyle beim Splitboarden würde ich mal nach Union Expedition Bindungen suchen, die sollen am ehesten in diese Richtung gehen (kenne sie aber nur aus dem Internet)

Auf die Standhöhe hätte ich bis jetzt nicht geachtet, finde meine R&D aber recht tief. Boards sind momentan noch tief im Keller verstaut und ein Vergleich zum Plum-System meiner Freundin kommt deshalb nicht in Frage.
Die Voilé-Pucks sind aber natürlich ein universelles System mit vielen passenden Bindungen. Die Voilé-Adapterplatte mit einer normalen Bindung darauf trifft man hoffentlich heutzutage nirgends mehr an!

> Die Voilé-Adapterplatte mit

> Die Voilé-Adapterplatte mit einer normalen Bindung darauf trifft man hoffentlich heutzutage nirgends mehr an!
Wieso das? Da ist man halt ein bisschen höher über dem Board und eventuell ein bisschen schwerer, aber das hätte ich jetzt nicht so als Nachteil gesehen.

Voilé-Slider

Gewicht:
Ich bin beileibe kein Gewichtsfetischist beim Tourengehen, aber das Gewicht, das an den Füssen hängt, spürt man halt extrem! Das kommt daher, dass bei jedem einzelnen Schritt der Fuss von Geschwindigkeit 0 stark beschleunigt und sofort wieder auf 0 abgebremst wird. Ich persönlich merke das am Abend vorallem in den Hüftmuskeln. IMHO sollte jegliches leicht vermeidbare Gewicht an den Füssen auch möglichst vermieden werden, während das gleiche Mehrgewicht im Rucksack praktisch zu vernachlässigen wäre. Normale Softbindungen sind mit ihren Grundplatten mit (hier unnötigen) Verstell-Disc, komfortable Straps und Dämpfungspolstern schwerer als die meistens sehr spartanischen Splitboardbindungen. Zusammen mit einem Voilé-Slider kommt da schon ein gewisses Gewicht zusammen.

Performance:
Harscheisen gehören aus meiner Sicht unbedingt zur Splitboard-Ausrüstung. Weiss nicht, ob man bei den Voilé-Slidern immer noch den Pin rausziehen muss, um diese zu montieren. State-of-the-Art ist heute die Montage ohne dabei aus der Bindung zu steigen; erhöht die Sicherheit und reduziert den Zeitverlust.
Die Aufstiegshilfen sind bei aktuellen Bindungen durchdachter und stabiler als das alte Voilé-System.
Bei vielen Split-Bindungen lässt sich der HiBack-Winkel schnell und einfach fürs Gehen nach hinten (negativ) stellen, das möchte ich auch nicht missen.
Mit den Voilé-Slidern steht man definitiv höher als mit Splitboard-Bindungen; wird man wharscheinlich vernachlässigen können in der Abfahrt. Der Drehpunkt ist beim Gehen leider etwas weiter weg vom Fuss, aber auch diesen Kompromiss wird man eingehen können.

Ich finde Splitboards eine super Sache, aber im Aufstieg sind sie halt performancemässig immer noch keine Skis. Mit Schalenschuhen und einem leichten 3- oder 4-Teilern kommt man wohl recht nahe ran, aber mit dem 2-Teiler und Softboots merkt man bei gemischten Gruppen (Ski/SB) die Nachteile. Natürlich kann man mit guter Geh-Technik und Kondition einiges kompensieren, aber Skifahrer trainieren ja auch…

Welches Equipment man schlussendlich wählt, hängt von vielen Faktoren ab: Länge und Schwierigkeitsgrad der Touren, Wetter- und Schneeverhältnisse, Anzahl Touren pro Saison, Kondition, Technik, Leidensfähigkeit, Tourenpartner, Budget etc.
Und auch Voilé-Slider gibt es immer noch zu kaufen, es gibt also Leute, die sie noch fahren ;-)

Vielen vielen Dank für die sehr gute Erläuterung!

Hallo Spacecowboy,

vielen vielen Dank für die Erklärung. Das gibt mir auf jeden Fall einen sehr guten Einblick und auf was ich achten muss.