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Hardboot - Kantenhalt Aufstieg

Hallo Splitboard-Community!

Ich habe eine Frage bezüglich Hardboots beim Splitboardn. Derzeit bin ich mit einer Spark R&D Surge und einen Burton Ion Boot unterwegs. Bei der letzten Tour war es relativ eisig und das Queren im Steilhang selbst mit den Harscheisen nur bedingt sicher und angenehm. Vor allem einen Druck auf die Kante aufbauen ist mit dem jetzigen Setup kaum möglich.
Meine Frage ist nun, ob wer von euch mit Hardboots + Dynafit Pinbindung unterwegs ist und berichten kann, ob man mit diesem System einen bedeutend besseren Druck auf die Kante bekommt. Oder bringt ein Splitboardboot (habe den Deeluxe Spark XV im Blick) eine deutliche Verbesserung bezüglich Kantenhalt bei schwierigen Bedingungen? Schon mal danke im voraus ;)

Grüße, Martin

AT Setup

Ich bin mit AT (alpine touring) aka Hardbootsetup unterwegs.
Dynafit Vorderbacken und TLT 6 Skischuhen, die Spark Dyno DH zur Abfahrt.
Die Schuhe sind gemoddet damit sie Vorwärtsbewegung wärend der Abfahrt erlauben und die Schnalle ist zum Knöchel hin versetzt.
Im Aufstieg funktionieren sie besser als die Spark Afterburner jetzt Surge mit XV Boot bzw. Malamute.
Aber das Problem ist die Breite des Boards (125mm Mitte), denn ich bin auch mit Ski (84mm Mitte) unterwegs wenns eisig ist.
Hab jetzt ein Zweitboard (Quiver) das 118 Mitte hat, muss aber trotzdem die Harscheisen früher einsetzen als bei den Skiern.
Nach einer kleinen Umgewöhnungsphase find ich die Hardboots auch besser in der Abfahrt (mehr Druck auf der Kante ermöglicht unglaubliche Turns wenn man genug Kraft hat).

Setup

Danke für deine Antwort!

Macht es deiner Meinung nach Sinn die heuer neu gekaufte Spark Surge zu verkaufen und auf Hardboots umzusteigen? Bzw. bringt es im Aufstieg einen entscheidenden Vorteil gegenüber Softboots?
So wie ich es raus höre, ist das Splitboard bei eisigen/schwierigen Verhältnissen generell problematisch wegen der Breite?!

LG, Martin

Umstieg
Umstieg

Danke! Ich habe schon einiges gelesen über das Thema. Ich denke im Aufstieg haben Hardboots große Vorteile. Ob die Spark Strappy Straps eine Verbesserung bringen wäre zumindest einen Versuch wert.

Hatt von euch sonst noch jemand Erfahrung bezüglich Softboots vs Hardboots? Bringen Hardboots eine große Verbesserung bei schwierigen Bedingungen oder ist die Breite der Boardhälften hier einfach der limitierende Faktor?

Servus Martin,

Servus Martin,

vor 1 Woche bin ich auch umgestiegen, nachdem ich seit der letzten Saison darüber nachgedacht hatte. Ich denke schon, dass der Hardboot (ich habe mir einen scarpa F1 evo modifiziert) besser im Aufstieg ist. Auch beim Traversieren sind sie besser, aber der wichtigste Faktor, denke ich, ist schon die Skibreite.
Bei der 1. Abfahrt hat der boot innen noch recht gedrückt. Jetzt habe ich die Schale vorne-innen gekürzt und es drückt nichts mehr. hatte bei der 2. Abfahrt dann ein echt gutes Gefühl.
Grüße

Umstieg

Servus lenzilot,

danke für deine Nachricht!

Ich habe mir gestern nun den Atomic Backland geholt. Man kann bei diesem Schuh die Lasche komplett entfernen, wodurch er für einen Hardboot ziemlich flexibel ist. Im Gehmodus ist der Schuh so flexibel wie ein leichter Bergschuh, also zumindest im Trockenen besser als jeder Softboot.
Ich werde hier noch meine Erfahrungen teilen sobald ich die ersten Touren hinter mir habe. Bin schon gespannt wie sich das Ganze in Kombination mit der Spark Dyno fährt.

LG, Martin

Softbooot vs. AT-Setup

Hallo!
Der entscheidende Nachteil ist, wie schon öfters gesagt, die Breite des "Skis". Auf jeden Fall überwiegen meiner Erfahrung nach die Vorteile des AT-Setup, wenn auch die Kraftübertragung auf die Kante nicht in dem Ausmaß wie erhofft.

Hier mein Erfahrungsbericht :

Bin letzte Saison 16/17 nach langer Überlegung auf Hardboots (2-Teiler mit SparkDynoHD mit den geneigten Pucks) umgestiegen und habe folgende Erfahrungen gemacht:
Wollte mir auch den TLT6 besorgen und bin im Geschäft eher zufällig auf den Atomic Backland Tourenskischuh gestoßen. Dieser ist extrem leicht und dennoch sehr stabil. Im Walk-Modus ist er extrem beweglich und ermöglicht große Schrittlängen. Der Aufstieg ist also Top, nun zur Abfahrt: Im Abfahrts-Modus wird der Schaft mechanisch gesperrt (normalerweise) und der Schuh wird bocksteif......eigentlich zu steif. Hab dann einiges probiert. Zum Beispiel den vorderen Fuß gesperrt, den hinteren Fuß offen, was bei langen Abfahrten sehr anstrengend werden kann. Die Lösung ist die einsteckbare Zunge. Es gibt eine "hard"(zu hart) und eine "soft". Ich setzte also in beiden Boots die "Soft Tongue" ein und belasse den Schuh im Walk-Modus, so erhält man ein Abfahrtsgefühl das dem eines härteren Splitboardboot sehr nahe kommt. Fazit: Der Backland ist auch optisch gut gelungen und hat mit einem Hardboot der Kategorie Raceboard-Boot nichts zu tun. Der Stylefaktor eines AT-Setup ist dennoch wohl das einzige worüber sich streiten lässt.:) Momentan gibt's für mich keine Alternativen, bin damit sehr zufrieden!!

hey martin,

hey martin,

und wie sind die erfahrungen?
Ich habe das gleiche setup....

such mal anch "eliminator tonque" auf google - ich hab mir das teil aus den USA mitbringen lassen.
und seitedem finde ich meinen backland um welten besser - in aufstieg und abfahrt.....

gruss

tobi

Hey!

Hey!

Ich hab bis jetzt 4 Touren mit dem Hardboot-Setup gemacht. Generell kann ich nur jedem empfehlen auch darüber nachzudenken ;)
Unterwegs bin ich jetzt mit den Atomic Backland Boots, Dynafit Toe-pieces und der Spark Dyno DH inkl. canted Pucks. Im Aufstieg merkt man den Gewichtsunterschied deutlich. Auch der Kantenhalt ist um einiges besser gegenüber Softboots, wenngleich man mit Ski beim Travesieren sicher noch weniger Probleme hat als mit den breiten Splitboardhälften.
Nochmal zum Gewicht, der Backland hat mit Größe 44 ca. 1,2 kg., eine Spark Surge inkl. Burton Ion ca. 1,9 kg, also hebt man bei jedem Schritt zusätzliche 700 g Gewicht, die sich bei einer langen Tour doch sehr summieren. Auch die Bootlänge ist bedeutend kürzer als bei Softboots (1-2 cm). Ein Wide Board kann man sich somit sparen. Ein weiterer großer Vorteil von Hardboots ist das viel bequemere Gehen bergauf, da der Boot für das gebaut wurde. Bei harten und eisigen Bedingungen (hatte ich z.B. heute im Gipfelbereich), kann man mit Hardboots Stufen schlagen und ist somit im alpinen Gelände auch viel sicherer unterwegs.
Zurück zum Backland. Ich bin damit sehr zufrieden. Derzeit lasse ich bergauf die oberste Schnalle sehr locker. Zum runter fahren lasse ich beide Boots im Walk-Mode (danke Jokmok 17 für den Tipp), mache ihn allerdings sehr fest zu. Generell ist mir der Boot zum runterfahren fast noch zu weich, vielleicht muss ich aber auch erst das etwas andere Fahrgefühl gewohnt werden. Beim ersten Mal hatte ich keine Zunge eingesteckt, dafür zum runterfahren den Boot gesperrt, was mir allerdings zu hart und unflexibel war.
@forcierer bzw. tobi. Danke für den Tipp! Inwiefern hat sich für dich das Fahrgefühl verändert?

Also zusammenfassend für jeden der auch über einen Umstieg nachdenkt. Ich kann allen die gerne auch etwas alpiner und länger unterwegs sind, nur dazu raten sich auch ein Hardboot-Setup zu holen. Für alle die nur bei perfekten Powder-Bedingungen und kaum Lawinengefahr (also leider fast nie) unterwegs sein wollen, ist sicher das Softboot-Setup besser. Bergab ist es mit den Hardboots für mich noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht. Die Vorteile im (langen) Aufstieg überwiegen für mich jedoch eindeutig.
Ich hoffe ich konnte damit unschlüssigen etwas weiterhelfen.

Grüße, Martin

Backland - Abfahrt

Servus!

@Martin: Versuchs mal mit der original "Hard Tongue" vom Backland. Die ist mir persönlich zu hart. Wichtig ist auch ein sehr fester Sitz der unteren Schnalle sodass die Ferse möglichst kein Spiel hat

LG Jokmok 17

Auch wenn du mittlerweile eh

Auch wenn du mittlerweile eh schon Skitourenschuhe gekauft hast, auch von mir was zur Eingangsfrage, "hat man mit Skitourenschuhen einen besseren Kantenhalt als mit Softboots":

Auch wenn die meisten schreiben, dass das so wäre, sind meine Erfahrungen umgekehrt.
Ich habe mit Fitwell Backcountry in einer fest zugezogenen Spark Burner LT einen besseren Kantenhalt als mit
TLT 5 in Dynafit Zehenteilen.

Die Fitwell sind recht steif und mit straffen Straps ist die Kraftübertragung echt gut.

Was ich aber tatsächlich stark merke, ist das wesentlich geringere Gewicht (-800g pro Fuß!) und die angenehme Schaftbeweglichkeit.

Hardboot

Ein Umstieg von Soft auf Hardboots ist eine Herrausvorderung. Die Hardboots der heutigen Generation haben nichts gemein mit den Hb ala Raichle 121usw. Ich fahre Scarpa F1, und einen Dynafit TLT speedfit. Den wirklichen Vorteil kann ein HB erst am 3 teiligen Konzept ausspielen. An einen 2 Teiler bedingt durch die Waist denke ich zur Zeit über bewegliche Bindungs Schalen nach.
Markus