LWD Tirol

Lange, eher einsame Tour mit tollem Gipfel und großartigen Abfahrtsmöglichkeiten.

Tourendaten
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Schwierigkeit SAC: S
 
Gipfelhöhe: 2.973m
 
Starthöhe: 700m
 
Höhendifferenz: 2.300m
 
Gehzeit h:min: 8:00+
 
Exposition: Nord,West,Nord-West,
 
Beste Tourenzeit: Frühjahr
Anreise:

Per PKW oder öffentlichen Verkehrsmitteln nach Jenbach im Inntal (über Innsbruck oder Kufstein) und anschließend bis Mayrhofen ins Zillertal.

Tourenbeschreibung
Startpunkt:

Parkplatz der Ahornbahn in Mayrhofen (15,- EUR Tagespauschale, wenn nicht mit Liftticket entwertet)

Aufstieg:

Vom Parkplatz aus folgt man der Straße weiter bergan bis zum Mauthäuschen und biegt dort nach links ab. Bald verlässt man bewohntes Gebiet und kommt über eine Brücke. Kurz dahinter knickt der Wanderweg zum Wirtshaus Alpenrose ab. Siehe auch Wanderwegweiser (Alpenrose, Edelhütte...).

Dem Wanderweg folgt man nun etwa 700Hm bis zum Wirtshaus. Bei schneereichen Bedingungen können auch bereits die Ski verwendet werden. Ansonsten heißt es zunächst tragen.

Ab dem Wirtshaus folgt man nun einer Forststraße das Tal weiter hinauf, was das Vorankommen deutlich erleichtert. Er endet auf etwa 1600Hm an der Jagdhütte Mitterleger. Nun am Besten rechts nahe der steilen Waldhänge halten, da hier der Weiterweg tendenziell am flachsten zu finden ist. Im Zickzack erreicht man eine Hochebene, von wo aus man die alternativen Zustiege von der Ahorn-Bergstation passiert (Sommerweg im steilen Waldhang und steile Rinne vom Filzenkogel). Diese sollte man allerdings nur bei guten Lawinenverhältnissen wählen, da das Gelände recht steil und lawinengefährlich ist.

In einem weiten Linksbogen hält man sich nun immer am Rande der Gratwände (rechts von der Spur) bis man das Fellenbergkar erreicht. Durch dieses kommt man schließlich zum Gipfelgrat (Wegweiser). Vorsicht auch am letzten Stück bis zum Grat, da das Gelände nochmals aufsteilt.

Anschließend in recht einfacher Kletterei immer dem Grat folgend zum Skigipfel. Der Nebengipfel mit dem Gipfelkreuz ist durch einen schmalen, ausgesetzten Grat erreichbar und kann mit entsprechender Erfahrung ebenfalls erklettert werden.

Wichtig:
Diese Tour gilt offiziell bereits als Hochtour, auch wenn keine Spaltengefahr besteht.
Bei Vereisung können Steigeisen am Grat dringend notwendig sein. Bei hohen Schneemengen kann man sich am Gipfelaufbau auch gern einmal durch hüfttiefen Schnee wühlen. Unter Umständen ist auch ein einfacher Hochtourenpickel hilfreich.

Abfahrt:

Die Abfahrt erfolgt auf dem Zustiegsweg, wobei das weite Gelände oft zum Spielen einlädt.

Eine extremere Variante ist das schon von weitem sichtbare Gipfelcouloir zwischen den beiden Gipfeln. Der obere Bereich ist jedoch meist stark Fels durchsetzt und die Wand an sich auch etwa 45° steil.

Wer möchte kann mit einem erneuten Aufstieg auch über den Sommerweg auf etwa 2000Hm zur Bergstation Ahorn queren und die Piste abfahren.

Ab dem Wirtshaus Alpenrose kann man außerdem auch dem Fahrweg weiter ins Tal folgen. Allerdings endet dieser etwa 5km entfernt von Mayrhofen was einen zweiten PKW nötig macht.

Ascent route map (show/hide)



Kommentare

  • Alt
    10. Februar 2017 - 13:01 Zum Kommentieren anmelden oder registrieren.
    Tourenbericht
    Gruppengröße: Duo
    Tourenart: Splitboard
    Lawinenwarnstufe: 3
    Gefahrenpotential: Bei passiver Spuranlage keine größeren Gefahren. Lediglich der Hang zum Sattel sowie der Gipfelanstieg waren mit >35° sehr vorsichtig zu begehen. Dort oben war der Schnee allerdings bereits stark komprimiert und kaum Triebschnee vorhanden (der lag entsprechend unterhalb des Kamms). Bei Quereinstieg von der Bergstation Ahorn: Bis zu 40° Hänge (kurz bzw. traversierend). Nur bei entsprechender Schneelage begehen!
    Kommentar / Tourenverhältnisse:

    Bis etwa 1400Hm (Ende Wanderweg) nahezu kein begehbarer Schnee = tragen

    Von 1400Hm bis 2000Hm dicker, schwerer Pappschnee mit teilweise dünner Auflage. Achtung vor versteckten Steinen bei der Abfahrt. Sehr unangenehm zu befahren. Fühlt sich an wie auf Schienen... Turns wurden fast ausschließlich gesprungen.

    2000Hm bis 2400Hm Bruchharsch = anstrengend aber okay

    2400Hm - 2600Hm Triebschnee = geil!!!

    Oberhalb 2600Hm meist windgepresster Schnee. Sehr hart mit nur ganz feiner Triebschneeauflage.

    Zusammenfassung: Die 200Hm mit guten Bedingungen waren diese Gewalttour nur bedingt wert... Der Gipfelgrat hat jedoch auch viel Spaß gemacht.
    Die Tour ist zu dieser Jahreszeit noch fast gar nicht begangen, was meist zum Selberspuren zwingt.

    Weitere Fotos siehe auch Tourenbeschreibung.