LWD Tirol
Allgemeine Gefahrenstufe: 1, Günstige Tourenverhältnisse - leichten tageszeitlichen Anstieg beachten
Allgemeine Gefahrenstufe: 2, Überwiegend günstige Verhältnisse - leichter tageszeitlicher Anstieg

Das Schafkar ist der Skitouren und vielleicht auch bald der Splitboard Klassiker in den Lechtaler Alpen. Entgegen der meisten Touren im Lechtal muss man keinen langen Tal-Hatscher bewältigen und findet dank der schattigen Lage meistens immer noch einen Flecken Powder!

Tourendaten
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Schwierigkeit SAC: ZS
 
Gipfelhöhe: 2.311m
 
Starthöhe: 1.300m
 
Höhendifferenz: 1.050m
 
Gehzeit h:min: 2:30
 
Exposition: Nord,Nord-Ost,Ost,
 
Beste Tourenzeit: Ganzer Winter
Anreise:

Die Lechtal Straße aus Richtung Reutte oder aus Warth kommend fährt man bis Häselgehr. An der Lechbrücke zweigt man in Richtung Gramais ab und fährt die Gramaiser Straße bis Gramais.

Tourenbeschreibung
Startpunkt:

Kurz vor Gramais, kurz nach der letzten Lawinengalerie fährt man rechts zum Otterbach hinunter und parkt vor der Brücke. Im Frühjahr ist die Straße gelegentlich wegen Grundlawinen gesperrt, dann kann man direkt an der Straße nach der Galerie oder in Gramais am Gasthof Alpenrose parken. Kurzer Gegenanstieg zum Auto ist dann nach der Tour unausweichlich.

Aufstieg:

Wir überqueren die Brücke und steigen über die Forststraße in mäßiger Steigung erst Richtung Westen, dann oberhalb des Schafkarbachs Richtung Süden bis sich das Tal aufgabelt. Hier bestaunen wir kurz die imposante Zwickspitze, die eigentlich in Alaska stehen müsste und halten uns dann links am Schafkarbach bis dieser in eine Klamm abzweigt. Jetzt wird es das erste mal Steil, es geht recht Mühsam in Spitzkehren (dank der abgefahrenen Spur) über eine steile Schneise durch die Latschen, bis kurz unter die Felsen. Anschließend queren wir im oberen Teil die Nord-West Hänge, bis wir in eine Mulde unterhalb einer weiteren Steilstufe gelangen. Hie gäbe es die Möglichkeit nach Rechts zur kleinen Schafkar-Spitze abzuzweigen, wir gehen aber weiter in Richtung Schafkar und überwinden die Steilstufe in einem langen Links-Bogen, bis wir wieder in Flacheres Gelände gelangen. Weiter geht es über schönes kupiertes Gelände in Richtung der markanten Großen Schafkarspitze, hier wurde in der wilden "Freestyler" Zeit so mancher Kicker gebaut, Gipfel waren damals noch nicht so angesagt. Wir erreichen den Süd-Ost-Seitigen Gipfelhang und überwinden diesen auf einem kleinen Rücken, bis wir eine Scharte und bald darauf den "Gipfel" erreichen. Ein eigentlicher Gipfel ist das sog. Sattele auch gar nicht, da es sich zu wenig von der Großen Schafkar Spitze abhebt. Diese beansprucht auch leider die meiste Januar Sonne für sich, also verweilen wir nur kurz auf dem Sattele und bereiten uns auf die Abfahrt vor!

Abfahrt:

Dank der geringen Lawinenlage können wir den Gipfelhang in direkter Linie befahren, leider hat der Hang durch die Sonne schon einen leichten Deckel. Im Darauf folgenden Flachstück gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder die Standardabfahrt entlang der Aufstiegsspur über das kupierte Gelände oder direkt nach Norden über die freien Hänge bis kurz vor der Steilstufe. Ab der Steilstufe fahren wir entlang der Aufstiegsspur ab. Vorsicht bei der Querung des Latschenhangs, hier unbedingt entlang der Aufstiegs Spur queren und durch die Schneise abfahren, sonst endet man kläglich im Latschen-Labyrinth. Nur bei sehr viel Schnee kann dieser Hang direkt befahren werden. Nach dem Latschenhang kommt der wohl spaßigste Teil der Tour, bis zum Forstweg fährt man durch eine Art Mini-Funpark. Wieder auf dem Forstweg fahren wir ganz gemütlich bis zum Parkplatz ab und gönnen uns anschließend im Gasthaus Alpenrose in Gramais ein wohlverdientes Kaltgetränk.

Kartenmaterial:

2/2 Allgäuer-Lechtaler Alpen, östliches Blatt
3/3 Lechtaler Alpen, Parseierspitze

Ascent route map (show/hide)