22 May 2013    

Vielen Dank an unsere LeserInnen für Euer großes Interesse! Ein endless Winter mit tollen Touren und vielen Splitboard Neuheiten liegt hinter uns, Zeit die Highlights der Saison 12/13 nochmal Revue passieren zu lassen und eine Vorschau auf die kommende Saison 13/14 zu wagen.

29.Mai 2013, der 60zigste Jahrestag der Mount Everest Erstbesteigung ist ein gutes Datum um bei aktuell 60 cm Neuschnee am Alpenhauptkamm die vergangene Saison revue passieren zu lassen und Euch eine erneute Vorschau auf die Saison 2014 zu geben.

Blicken wir zurück auf die vergangenen Wochen und Monate ist das ein verdientes Ergebnis und ein würdiger Anlass die interessantesten Geschehnisse seit Beginn nochmal im Zeitraffer zu betrachten.

Gleichzeitig möchten wir uns bei Euch, unseren LeserInnen, bedanken. Für das Lesen unserer Artikel und das fleißige Teilen und Liken bei Facebook. Uns erwartet zwar noch die ein oder andere Testsession im Sommerschnee oder Pulver wenn es so weiter geht, aber wir freuen uns auch schon gemeinsam mit Euch auf den nächsten Winter.
Für den Sommer haben wir ein paar interessante Schmankerl für Euch in der Newsline. Natürlich freuen wir uns über Eure Kommentare und Beiträge im Forum, in der Tourendatenbank oder auf den Materialseiten. Dank Euch!

Jetzt aber genug der netten Worte, hier ist unser Saison Rückblick 2013 und die Vorschau auf 2014.


November 2012
Get ready for the Winter. Ein herbstlicher Föhnsturm prägt Anfang November unseren ersten Splitboard- Freeride Gletscherkurs in Hintertux. Phantastische Eindrücke, spannende Situationen, eine Menge Spaß und viele überlebenswichtige Infos. Lest hier was wir beim Gletscherkurs mit Peter Bacher alles erlebt haben.
Gletscherkurs Hintertux

Gut gerüstet bleiben wir mangels Unterlage zunächst den Gletschern treu und testen u.a. im Stubai eine Auswahl aktueller Splitboards der Saison 2012/13 für unseren im Dezember erscheinenden Splitboardtest. Exklusiv im Test dabei, das brandneue Splitsticks das später den ISPO Brand New Award gewinnen wird und auch sonst in dieser Saison für reichlich Gesprächststoff und Inspiration sorgt.


Dezember 2012
Endlich, in der zweiten Dezemberwoche schneit es, sogar in den bayrischen Voralpen. Unser kleines Tourenvideo  Deep & White macht Laune auf mehr. Und es kommt mehr, wie zum Beispiel eine spannende Überquerung bei Traumpowder mit den Jungs vom Backyard Austria und dann eine leider sehr lawinenaktive Zeit die wir uns mit einem Gewinnspiel vertreiben ;-)


Januar 2013
Die Lawinensituation entspannt sich nur langsam, trotzdem bleibt immer Spielraum für schöne Splitboard Touren und unsere Tourendatenbank füllt sich zusehens. Übrigens, jetzt im Sommer könnte es eine schöne Abwechslung sein, die ein oder andere Tour geistig Revue passieren zu lassen und bei uns zu veröffentlichen.

Pulverwochenende in den Alpen oder Splitboarding in Hamburg? Der Splitboard Workshop in Hamburg beweist, auch im hohen Norden von Deutschland gibt es interessierte Splitboarder. Und überhaupt, je näher die großen Sportmessen rücken, desto häufiger ist von Splitboarding die Rede.

Schon vor der ISPO haben wir die Möglichkeit einen ersten Eindruck von den meisten neuen Splitboards 2013/14 zu gewinnen.

First Impression Splitboard Tests für 2014:

Splitboards 2014 first impression

Bei unseren First Impression Tests sind die Boards auf der Piste und im Backcountry bei unterschiedlichen Conditions (präpariert, bucklig, windgepresst, pulvrig) gefahren worden. Abgesehen von einzelnen Pistentricks haben wir uns rein auf die Fahrperformance (Carving, Geschwindigkeit, Stabilität, Drehfreudigkeit,...) konzentriert und das in einem beschreibenen Statement zusammengefasst. Da man ein Splitboard nicht bewerten kann ohne auch die Aufstiegsperformance zu testen, haben wir uns einen relativ steilen Hangbereich abseits der präparierten Pisten gesucht und sind hier mit und ohne Harscheisen bei anspruchsvollen Verhältnssen (Unverspurt mit Windpressdeckel über 35°) Gelände aufgestiegen.

Splitboards 2014 Tested:

Dieses Splitboard ist aufgrund seines Shapes ein echtes Powder-Gerät. Mit langer breiter Nose, früh beginnendem Rocker, konservativem Taper und kurzem Tail hat es enormen Auftrieb im Pulver und wird mit wechselnden Snow-Conditions spielend fertig. Im Aufstieg gibt es genug Halt auf der Kante und beim Riden ist es sehr wendig, bestens geeignet um bei Treeruns oder anderen hindernisreichen Runs richtig Spaß zu haben.
Beim Abacus wurde für die kommende Saison nur die äussere Seitenwange verändert. Sie ist jetzt aus ABS-Kunststoff um die Abnutzung zu reduzieren und die Haltbarkeit zu erhöhen.
Diese Kombination aus Shape und Sidecut gibt guten Auftrieb im Powder und spielende Wendigkeit bei Tree runs. Auch auf der Piste ist das Waverider agil mit leicht kontrollierbaren Kantenwechseln, schnelle große Radien erfordern aber ziemlichen Druck auf die Kante. Im Aufstieg gefiel das leichte Gewicht des Boards und durch den flat Camber hat das Fell ausreichend Auflagefläche was für guten Halt sorgt.
"Ästhetische Boards für Erwachsene", das Legends hält was der Slogan von goodboards verspricht. Optisch eine Augenweide, unter den Füßen ein klassisches Camber Board für hohe Geschwindigkeiten. Im Backcountry rasant schwebend im Powder, auf der Piste rasiermesserscharf. Traditionell verlangt das eine entsprechende Fahrkunst und ausreichend Kraft, so daß für mich (Martin), am Ende eines langen Testtages auf dem letzten engen Tree Run, das 164er die ideale Wahl gewesen wäre. Im Aufstieg erfordert ein 175cm langes Splitboard logischerweise eine geübte Spitzkehrentechnik, ansonsten steigt es sich mit dem Legends problemlos.
Je schwieriger die Bedingungen, desto besser gefiel die "Lösung" von Jones. Das directional Rocker Profil mit traditionellem Camber im Bindungsbereich ermöglicht schnelle Powder Runs und gibt, unterstützt durch die Magne-Traction, exzellenten Kantenhalt auf harten oder vereisten Passagen. Das Solution vermittelt Sicherheit und ist gut kontrollierbar, wenngleich die Schwungauslösung vor allem bei niedrigeren Geschwindigkeiten eine gewisse Erfahrung erfordert. Mit dem Karakoram Interface und Bindung ist das Solution auch beim Carven auf der Piste nicht im Geringsten von einem Solid Board zu unterscheiden. Beim Aufstieg nicht ganz so leichtgewichtig wie erwartet, da das Carbon in erster Linie der Steifigkeit wegen zum Einsatz kommt und nicht aus Gewichtsgründen. Dafür pflügt das Solution unbeeindruckt auch durch Windpress und steht stets sicher auf der Kante.
Cooles Oldschool Surf Design in Holzoptik (Bambus Top-Sheet). Es hat viel Spaß gemacht das Board im Pulver, Windpress und auf der Piste zu testen. Ausgestattet mit dem Karakoram Bindungssystem fährt es sich wie ein Solid-Board. Das Hoovercraft behält die Nose oben, egal ob in anspruchsvollem windgepressten backcountry oder im Powder. Auf eisiger Piste hält die Kante und auch gecarvte Turns funktionieren trotz des stark powderorientierten Shapes. Durch das Short-Tail ist es extrem wendig also auch geeignet für Treeruns, Rinnen und was sonst noch Spaß macht. Im Aufstieg hat es ebenfalls genug Griff, an frischem Powder erfreut sich das Hoovercraft Split aber am meisten.
Wie der Name schon sagt, ist es auf Grund der "neuen" Bindungstechnologie sehr leicht, bringt also Vorteile im Aufstieg. Auch bei der Aufstiegsperformance ist uns nichts Negatives aufgefallen. Um die Harscheisen zu montieren bedarf es etwas Übung, dann sollte es jedoch in jedem Gelände einfach, mit den Boardhälften an den Füßen, möglich sein.
Der Kwicker Boot ist wesentlich besser als erwartet. Kaum schwerer als ein normaler Splitboardboot bietet er genug Halt und Komfort beim Fahren. Trotzdem ist es nicht das Gleiche wie mit einer "normalen" Bindung. Durch den konzeptbedingt auch seitwärts recht steifen Schuh ist in der Abfahrt nicht so viel Feingefühl gegeben. Beim Aufstieg ist diese Steifigkeitdagegen von Vorteil für den Kantendruck. Das Board ist sehr wendig, nur war es nicht einfach den vollen Kantenradius gecarved zu fahren.
Völkl hat seine Cashew Split Range um eine Länge erweitert (155cm relativ weich abgestimmt und damit gut geeignet für Frauen). Das einmalige Skinpin System ist jetzt auch am Tail integriert und Du kannst die customized Skins von Kohla jetzt noch einfacher befestigen. Das Design der Cashew Splitboards hat sich komplett geändert. Der Shape, Flex,... sind gleich geblieben, da es sich so bewährt hat.
Macht Spaß, dabei hatte ich (Patrick) aber manchmal das Gefühl, dass es sich auf Grund der Magnet Traction und der Tailierung etwas ruppiger fährt als beispielsweise das Billy Goat von Gnu. Im Aufstieg relativ gut unterstützer Kantenhalt durch die Magne-Traction. Wenn man es richtig presst fährt es rund.
Hier wird es wie beim T Rice eine Designänderung geben, ansonsten bleibt auch dieses Board gleich.

Hier geht es zum vollständigen Bericht "First Impression Session"!

Weil es thematisch gerade passt, natürlich haben wir im Verlauf des Winters noch weitere kommende Modelle auf Tour und Piste testen können und Euch hier vorgestellt:
 

3 Videos zum How to use the Channel System, the Magneto Changeover and Riding Fun.
Im Aufstieg hat es durch den S-Rocker relativ guten Kantenhalt und auch die Traktion ist in Ordnung. In Kombination mit der Spark Magneto ist es ziemlich leicht. In der Abfahrt ist es sehr wendig und behält die Nose meistens oberhalb des Pulvers. Die Wendigkeit macht in freiem Gelände und bei Treeruns viel Spaß. Durch den relativ wechen Flex ist es im Powder sehr smooth zu fahren.
Burton Freebird mit Burton Channel System und Spark R&D Tesla Magneto
Sauberer Zug im Aufstieg, gut ausgewogen und auch der Kantenhalt ist vollkommen in Ordnung, dank des S-Rocker Shapes. Der Flex ist im Vergleich zum Freebird deutlich härter, was sich bei etwas ruppigen Verhältnissen und schwergewichtigeren Ridern positiv auswirkt.
Burton Landlord mit Burton Channel System
Hier unsere First Impression bei Pulver, Pulver und Pulver. Im Aufstieg hatten wir es auch mit einer anspruchsvollen Aufstiegsspur (ausgetreten, steil und hart) im Wald zu tun. Mit 156cm wirkt das Jones Ultracraft, für jemanden der normalerweise Boards über 165cm fährt, doch sehr kurz. Die Performance hat mich allerdings voll überzeugt. Fettester Auftrieb, unglaublich wendig und guter Halt auf der Kante sowohl beim Riding als auch beim Uphill. Das Gewicht ist im Vergleich zu anderen Boards sehr gering und doch bleibt das Ultracraft auch bei hohen Geschwindigkeiten stabil. Was die Fahreigenschaften unter unterschiedlichen Bedingungen betrifft, verhält es sich ähnlich wie das Hovercraft Splitboard.
Jones Ultracraft 156 mit Karakoram SL 30

Bei Fragen zu den Tests oder einzelnen Boards bitte einfach im Forum posten, wir freuen uns Eure Fragen zu beantworten oder mit Euch zu diskutieren.


Februar 2013
Mittlerweile zählen wir Hunderte Leser täglich und jeden Tag steigt das Interesse an Splitboarding. Keine Frage dass wir uns auf der ISPO München voll für Euch reinhängen, um Euch alle Splitboard Neuheiten die Ihr ab Herbst in den Shops finden werdet, vorzustellen. Was das übrige Material betrifft, werden wir unsere Seite über den Sommer natürlich wieder updaten.

Sinn und Zweck einer Messe ist die Präsentation der Neuheiten, genauso spannend und interessant sind aber auch die Leute die hinter den Produkten stehen. Eine der eindrucksvollsten Persönlichkeiten der Splitboard Szene die wir dort getroffen haben ist Jeremy Jones. Im Anschluß an die Messe konnten wir Jeremy auf zwei fette After ISPO Split Together Tourentage begleiten und bei dieser Gelegenheit auch gleich das Jones Ultracraft ausprobieren. Mit von der Partie waren Mitch und Bibi Tölderer, die Karakoram Brüder und viele nette Leute mehr.
pic by Hansi Heckmair
Picture by Hansi Heckmair


März 2013
Mmmm, jetzt wirds steil und eng. Mittlerweile liegt fast im gesamten Alpenraum überdurchschnittlich viel Schnee der sich aber inzwischen gut verbunden hat und auch extreme Sachen zulässt. Wir waren für ein verlängertes Wochenende in den Dolomiten und haben Splitboard-Pizza mit Colouirs genossen. Im Bericht findet ihr einen Überblick der Tourenmöglichkeiten mit wertvollen Tips für die Dolomiten.
Splitboarding Dolomites

Ein paar Spuren wilder, dafür gleich vor der Haustüre waren Mitch Tölderer und Max Zipser unterwegs. Splitboard Extreme, dahoam is es doch am schönsten.


April 2013
In den Tälern kommt der Frühling auf Besuch aber weiter oben locken noch die gleißenden Schneemassen des Winters und versprechen uns Splitboarding Vergnügen vom Feinsten. Mit einer First Level Survival in the Mountains Session verbringen wir das Osterweekend. Dann geht es weiter mit einem fetten Abseiler und viel Spaß am Stubaier Gletscher mit dem Völkl International Team bei einer Frühlings Splitboard Action mit Völkl.

Und weil es gerade so schön ist, geht es gleich weiter beim Splitboard Touring mit dem Goodboards Team. Zu Besuch im unglaublich coolen BackYard Austria im Zillertal.
Goodboards family


Mai 2013
Ein Winter ohne Ende :-)
Im Pitztal testen wir hochalpin das Burton Landlord Split. Die Erfahrungen mit dem Brett und beeindruckende Gletscherbilder seht ihr hier.



Selbstredend waren das nicht alle News und Stories der Saison, stöbert einfach nach den Schlagworten oder schaut auch auf unsere Facebook Seite. Was unsere Touren betrifft machen wir das Update über den Sommer. Wir müssen uns noch einigen was Top-Secret ist und was wir verraten können. Wenn Ihr uns auch mit einigen Touren unterstützen wollt würde uns das sehr freuen.

Stay tuned und bleibt auf dem Laufenden.