23 February 2017    

Splitboarding im Iran - Gibts da Schnee? Ist es nicht gefährlich? Das muss der Wahnsinn sein - eine Kurzgeschichte, anders als erwartet!

Wenn man Freunden und Bekannten davon erzählt, zum Freeriden in den Iran zu reisen, gibt es meist drei verschiedene Arten von Reaktionen: „Im Iran? Da gibt’s doch gar keinen Schnee!“, „In den Iran? Du hast doch nen Vogel, in so ein Krisengebiet?“ und „Iran? Wahnsinn, ich will dort auch hin, muss wunderschön sein!“ Zu allen drei Meinungen hatten wir die Gelegenheit, uns ein eigenes Bild zu machen. Wir sind vier Snowboarder, die sich aufmachen, mit dem Splitboard neue Berge und neuen Schnee zu suchen und eine neue Kultur zu entdecken. Schon bei der Ankunft müssen die ersten Vorurteile über Bord geworfen werden. Die Einreise dauerte 5 Minuten, wider Erwarten ohne Verhör durch die Polizei und auch den Visa-Schnickschnack im Vorhinein hätte man sich sparen und einfach ein Visa-on-Arrival beantragen können.

Ein Bergdorf im Iran

Von der ersten Minute an auf persischem Boden sind die Menschen wahnsinnig hilfsbereit und gastfreundlich. Aufgrund der Wetterprognose entscheiden wir uns, sofort in die Berge aufzubrechen und lassen die Wüste und Teheran hinter uns. Entgegen unserer Vermutungen ist Powder für die Einheimischen kein Fremdwort – alle uns sichtbaren Hänge sind vollkommen zerpflügt. Kaum auf 3.600 Metern angekommen, entdecken wir, dass der Schnee nordseitig noch immer gute Qualität hat.  

Nordseitig noch guter Schnee

Wir suchen uns den entlegensten Lift, um einen Eindruck für das Gelände jenseits des Skigebiets zu bekommen. Es eröffnen sich uns schier unendliche Möglichkeiten. Die Bedingungen sind traumhaft, die Schneedecke stabil – wir können steile Couloirs und einsame Hänge fahren. Endlich haben wir die Möglichkeit die Routen für Skitouren in den nächsten Tagen zu checken und ziehen eine Line nach der anderen.

Splitboard Touring im Iran

Die Touren sind anstrengend aber lohnend. Atemberaubende Ausblicke vom Damavand (5.600 Meter), der uns magisch in seinen Bann zieht, bis hin zur Wüste vor Teheran. Wir werden mit feinstem Neuschnee und Bluebirds belohnt, die Tage verfliegen nur so. Neben den Bergen gewinnen uns vor allem die Perser für sich. Jeder scheint begeistert uns kennenzulernen. Wir treffen großartige Menschen, wie Amid, der uns im Taxi ans Kaspische Meer fährt und uns im Auto persische Tänze beibringt. Wir verbringen lustige Abende mit Omid und seinen Freunden, obwohl sich die Konversation auf „Dizin, ski, good!“, „Ok?“ und „Ok!“ beschränkt. Mit diesen Worten Englisch und ein paar Brocken Farsi sind wir in unserem Dorf bald bekannt wie bunte Hunde.

Vielen dank an die Crew von PallyHi für die feine Story--> https://www.pallyhi.com/

Photos: Martin Erd
Story: Johannes Strobel

PS. Ich benutze seit 2 Jahren eine 3/4 lange Unterhose von PallyHi und kann sagen, dass sie absolut empfehlenswert ist. Bis zu 5 Tagen ununterbrochen an, inklusive schlafen und fast kein Geruch. Supersmoothe Merino Wolle, blablabla. Die beste Splitboard Unterhose die ich je an hatte und ich trage seit über 20 Jahren immer eine lange Unterhose zum Snowboarden oder Splitboarden!

 



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