11 February 2013    

Direkt von der ISPO zum Split-Together mit Jeremy Jones und Freunden. Boombastische Schneeverhältnisse, unverspurter Powder, viele spaßvolle Lines, spannende Treeruns und eine First Impression vom Jones Ultracraft Splitboard.

Fix und foxi von den wie immer heftigen ISPO Tagen, gings direkt nach der Messe auf zum Split-Together mit Jeremy Jones und Freunden. Unsere Base für die kommenden zwei Tage ist die Lizumer Hütte, 2019m hoch inmitten eines Truppenübungsplatzes bei Innsbruck gelegen.

Die Nacht ist längst hereingebrochen als wir die Schranke zur Wattener Lizum erreichen. Zum Glück taucht kurz darauf auch schon der Franz mit seinem Bergtaxi auf, um uns den dunklen, zweieinhalbstündigen Hüttenzustieg zu ersparen. Über die bis zu 30% steile, tiefverschneite Militärstraße bringt er uns langsam, aber sicher hoch zur Lizumer Hütte. Vertrauensbildend, dass er die Route seit 31 Jahren unfallfrei befährt.    

Kaum oben angekommen, werden wir herzlich von Jeremy und Chad empfangen. Check-In bei den Wirtsleuten Anton und Lee, Stuff ins Zimmer und schon finden wir uns in der gemütlichen Stube der Lizumer Hütte wieder. Bei Gulasch mit Semmelknödel und einem Weißbier wird die Tourenplanung für den kommenden Tag besprochen. Das Wetter verspricht zwar keinen schönsten Sonnenschein, aber angesichts des in den Vortagen reichlich gefallenen Neuschnees hoffen wir zumindest auf ausreichende Sicht und halbwegs sichere Verhältnisse. Irgendwas geht immer. Bibi und Mitch, Jones Teamfahrer und Jeremy`s Partner in dem Film "Further" sowie Klaus unser Bergführer (war auch bei Further im Einsatz) sind guter Dinge und alle freuen sich schon auf den kommenden Tag.
Wie schon vom Taxifahrer angekündigt, kamen die letzten Gäste um kurz nach 22.00 Uhr. Wer? Niemand Geringeres als die beiden jüngeren Nidecker Brüder Xavier und Cedric. Natürlich sind auch die Karakoram Brüder mit von der Partie.

Bei etlichen "White beer" und dem ein und anderen "alpine tequila" diskutieren die knapp 30 Splitboard Begeisterten noch bis spät in die Nacht über das neueste Material, über die Entwicklung dieses "Mind-Changing" Sports und über die Freude die es uns allen macht beim ersten inoffiziellen After ISPO Split-Together dabei zu sein. An dieser Stelle schonmal ein großes Dankeschön von uns. "Danke an Alle, die dieses einzigartige Event ermöglicht haben".

Good Morning, Guten Morgen, Dobré jitro oder Buongiorno sind frühmorgens die ersten, teils noch recht verschlafenen Worte des Tages. Nach dem reichhaltigen Frühstück und dem Check des Lawinenlageberichts, sind dann alle in Fahrt gekommen und schnell werden noch die letzten Vorbereitungen getroffen, Testboards montiert, Ausrüstung gecheckt und schlußendlich aufgefellt.
Da heute Morgen noch weitere Splitboard Freunde dazugekommen waren, begrüßt Jeremy die Truppe erneut und verkündet den heutigen Tourenplan. Das Wetter ist zwar nicht gerade optimal, der Schnee allerdings fantastisch und so sind alle ausgeprochen guter Laune und voller Vorfreude auf unverspurten Pulver. Nach dem obligatorischen LVS-Check erklimmen wir zunächst den nahegelegenen Roßkopf. Nach kurzer "Gipfel-"Pause und dem Change-Over vom Split in den Ride-Mode belohnt uns dann das Wetter doch noch mit ein paar Sonnenstrahlen. Und ja, wir waren ca. 30 Personen und trotzdem gab es für jeden unverspurtes Powder-Feeling. POW-WOW-Madness.
Und weils so schön war gleich nochmal rauf auf den Roßkopf und einen Hang weiter wieder unverspurter Powder für die ganze Splitboard Meute.

Line checking

Switch-Over und auf zum nächsten Hike. Diesmal Richtung Wald, da dies doch bessere Sicht versprach. Skinning, Skinning, Skinning,... Switch-Over und eine superfeine Abfahrt mit verschiedensten Features. Drops, Wave-Style Wächten, Pillows und natürlich fetter unverspurten POW waren die Belohnung. Jeremy wartete immer wieder an geeigneten Sammelpunkten auf die Gruppe und motivierte uns mit seinen Kommentaren zu den gewählten Lines.

Je nach Lust und Laune bzw. Kondition wurde gehiked und gepowdert bis knapp zum Sonnenuntergang. Am Abend sind wir dann alle erschöpft und glücklich zurück in der Hütte, lassen uns das 3-Gänge Menü schmecken und philosophieren erneut über Splitboard-Themen, packen Bergerlebnisse aus und wie auch auf den Touren steht stets der Spaß im Vordergrund.

Auch der zweite Tag präsentiert sich mit boombastischen Schneeverhältnissen. Bei Sonnenschein machen wir uns auf um weitere unverspurte Runs zu entdecken. Nach kurzer Zeit wurde das Wetter zwar wieder recht wechselhaft, doch unsere Stimmung blieb sonnig und so gab es auch heute einige Sonnenfenster, viele spaßvolle Lines und spannende Treeruns.

Die Wenigsten von uns werden je so oft auf- und abgefellt und Boards umgebaut haben, wie an diesen beiden Tagen. Ein Härtetest par excellence für die Klebeigenschaften der Felle, für manch Einen durch die vielen Runs auch konditionell sehr ungewohnt, aber definitiv für Alle ein Riesenspaß und ein mehr als gelungenes Event das lange in Erinnerung bleiben wird.



Thanks to Chad, Jeremy, Mitch, Bibi, Klaus and all the other nice people we met there!


Natürlich haben wir auch die Chance genutzt das neue Ultracraft Splitboard auszuprobieren.

Jones Ultracraft Splitboard

Hier unsere First Impression bei Pulver, Pulver und Pulver. Im Aufstieg hatten wir es auch mit einer anspruchsvollen Aufstiegsspur (ausgetreten, steil und hart) im Wald zu tun.

Mit 156cm wirkt das Jones Ultracraft, für jemanden der normalerweise Boards über 165cm fährt, doch sehr kurz. Die Performance hat mich allerdings voll überzeugt. Fettester Auftrieb, unglaublich wendig und guter Halt auf der Kante sowohl beim Riding als auch beim Uphill. Das Gewicht ist im Vergleich zu anderen Boards sehr gering und doch bleibt das Ultracraft auch bei hohen Geschwindigkeiten stabil. Was die Fahreigenschaften unter unterschiedlichen Bedingungen betrifft, verhält es sich ähnlich wie das Hovercraft Splitboard. Hier könnt Ihr unsere First Impression vom Hovercraft lesen.

Mit dem Ultracraft geht Jones Snowboards einen großen Schritt "further" und legt die Messlatte ordentlich hoch!