22 December 2016    

Hanging out ist "State of the Art", hier unser online Interview mit Becca und Will von Spark R&D. 10 Jahre Entwicklung und der Weg dahin. Viel Spaß!

Wir haben uns 20 Fragen überlegt, die uns alle interessieren könnten. 10 davon haben uns Becca und Will per Email beantwortet und weitere 10 haben wir im virtuellen live Interview besprochen. 

Los geht es:

1. Warum habt Ihr mit der produktion von Splitboard Bindungen begonnen - war es wirklich nur der Gedanke "Splitboarding is supercool", aber mit einer entsprechenden Bindung muss das noch mehr Spaß machen?

Hmm - ja so war es, das ist die original Geschichte. Ich wollte besseres Material zum Splitboarding, aber es gab nichts, das hat mich fast wahnsinnig gemacht. Die einfache Kombination einer Bindung mit den bereits existierenden Slider Tracks erschien mir der richtige Weg zu sein. Als ich dann den ersten Pro entwickelt hatte, war das Ergebnis überwältigend. Ich hatte keine Vorstellung wie viel besser das Splitboard mit einer direkteren und leichteren Verbindung fahren würde.

 

2. Becca und Will, was denkt Ihr persönlich über Splitboarding?

Will: "Es ist mein Lieblingssport und ich bin immer noch genauso begeistert wie bei den ersten Schritten. Ich liebe es einfach mit dem Board unter den Füßen loszugehen und den besten Schnee fahren zu können, woimmer wir wollen. ich hoffe, dass ich das als alter Mann immer noch machen kann."

Becca: "Ich bin mit Skirennsport groß geworden und bin erst mit 18 ins Backcountry Skiing gekommen, kurz nach meinem Umzug nach Montana. Ich habe Eis gegen Pulver getauscht. Mit dem Splitboarding habe ich erst begonnen als Will und ich Spark gegründet haben, zuvor konnte ich gerado so eben Snowboarden ;-)

 

3. Ist es nicht schwierig zusammen als Ehepartner ein Unternehmen zu führen?

Nein, es ist großartig. Wir sind ein super Team und meistens sehen wir die Dinge auf die gleiche Art und Weise. Du musst der Person mit der Du ein Geschäft betreibst 100% vertrauen, und ich vertraue niemandem auf dieser Welt mehr als meiner Frau. Natürlich gibt es Pros und Cons. Es kann ziemlich schwierig sein, wenn Becca und ich über dem selben Problem kopfen, wir nehmen es mit nach Hause und haben dort keinen dem wir es erzählen können der genug Abstand zu der Sache hat. In diesesn Momenten gibt es kein wirkliches Ventil.

 

4. habt Ihr bei der Namensgebung bereits über ein internationales Unternehmen nachgedacht?

Nein, ich hoffe der Name ist nicht zu offensiv oder hört sich zu komisch an auf anderen Sprachen! Zur gleichen Zeit, als ich mit den Bindungen begann, habe ich als Freelancer im mechanischen Engeneering und Design gearbeitet.  Beides lief unter dem selben Namen. Das R&D steht für Research & Development. Meine designerische Tätigkeit finazierte die Bindungsentwicklung. Über die Jahre haben wir dann den Designpart reduziert und den Bindungspart weiter ausgebaut. Seit 5 Jahren arbeiten wir zu 100% an den Bindungen, haben den Namen aber nicht geändert. Das R&D ist ein großer Teil unserer Entwicklungund darum gehört es zum Namen.

 

5. Wie geht Ihr mit Unischerheit in der Branche um?

Es gibt keinen wirklichen Weg mit der Unsicherheit umzugehen, abgesehen von geerdet bleiben, gut aufpassen und Chancen nutzen. Wir versuchen so weit es geht wir selber zu bleiben und den Wünschen unserer möglichen Kunden gerecht zu werden. Ausserdem versuchen wir unsere Produktion möglichst gut zu planen, denn die Überproduktion in der Snowboardbranche kann sehr problematisch sein.

 

6. Stellt die gewährleitung von internationaler Garantie eine große Herausforderung da?

Unser Garantie Spezialist ist in direktem Kontakt mit den Kunden bzw. den Retailern. Wir sind stolz über das Feedback was wir diesbezüglich bekommen und darauf, dass wir unsere Kunden super schnell wieder zurück in den Schnee bekommen. International betrachtet haben 10 Service Center errichtet, die Garantiefälle schnellst möglich zur Kundenzufriedenheit lösen. http://www.sparkrandd.com/contact/warranty/.  Diese Händler haben mehr Ersatzteile als normale Händler und können auf Garantiefälle sehr schnell und kostengünstig reagieren. Viel besser als es von den USA aus möglich wäre.

 

7. Welches sind die besten Entwicklungen, die Ihr von damals bis jetzt zur Marktreife gebracht habt?

Unsere erste Bindung, die Ignition basierte auf einer Sandwich bauweise mit Pins und woh ca. 1000g. Dieses Sandwich war ein Ober- und Unterteil, versehen mit Plastikspacern. Diese teile kamen aus einer anderen Produktion und wurden bei Spark R&D zusammengebaut. Das war gut für unseren Start, doch die Teile waren teuer und wir brauchten sehr lange, diese zusammen zu bauen. Der nächste Schritt war hin zu der Fuse, als wir begannen die Baseplates aus einem Alublock zu fräsen. Dies ging einher mit einem Upgrade unserer CNC-Fräse, die ca. das vierfache von unserer ursprünglichen Maschine kostete. Diese neuen Baseplates waren leichter, stabiler und "inhouse" produziert. Jetzt kam die Blaze Bindung, dies war die erste mit unserem eigenen Highback, welches leichter war als die zugekaufen von Bent Metal, ausserdem hatten sie einen Negativ-Lean und die Booster Strap Befestigungen. Danach kam unserer größter Entwicklungsschritt - das Tesla System. Somit gehörten die Pins der Vergangenheit an und die Bindung wird seit dem mit den Snap Ramps vom Hike- in den Ride-Mode gewechselt. Ausserdem sind die Steighilfen vom Board in die Bindung integriert worden. Nach zwei Jahren Tesla ging es weiter mit T1, hier gibt es nur noch eine Steighilfe, die in zwei Positionen arretiert werden kann und die neuen Rip N' Flip Highbacks mit schneller anpassung von Negativlean für den Tour- und Forwardlean für den Ride-Mode. Mit dieser "State of the Art" Technologie geht es jetzt weiter, mittlerweile ist das Gewicht auf ca. 680g reduziert. Wenn Du tiefer in diese Thematik einsteigen möchtest, hier der Link.  

Die Entwicklung von Spark in den vergangenen 10 Jahren

 

8. Wie hat die Colaboration mit Burton Euer eigenes Geschäft beeinflusst?

Die Zusammenarbeit mit Burton ist super und mit Sicherheit eine Gewinn-Gewinn Situation für beide Seiten. Begonnen hat alles mit unserer Nutzung von Burton's Ratschen und Straps für unsere Bindungen. Nach ein paar Jahren war Burton dann daran interessiert eine Bindung an Ihre Partner zu verkaufen. Zunächste unsere Magneto und im zweiten Schritt ihre eigene Hitchhiker. So können wir eine Breitere Kundengruppe ansprechen und unsere Produktion stärker auslasten. Durch die Lange Zusammenarbeit habe ich eine Menge über das Geschäft mit dem Schnee gelernt. Ich sehr stolz darauf, das Burton mit seinem Ruf und seiner Geschicht unserem kleinen Unternehmen erlaubt seine Teile zu verbauen.

 

9. Wie schafft Ihr es die geforderten Mengen zu liefern oder seid Ihr einfach ungemein flexibel in der Produktion?

Wir haben ein sehr talentiertes Team, die hart arbeiten um die Produktion in Time und in Quality zu erledigen. Die Produktionsplanung beginnt, sobald wir die Aufträge in der Hand haben und die Saison steht gleich zu Beginn. Ausserdem hilft es uns, dass wir schon lange im Geschäft sind und unsere Prozesse und Organisation sich stetig verbessern.

 

10. Was denkt Ihr über alternative Materialien wie Forged Carbon oder Magnesium - forscht Ihr in diese Richtung?

Generell haben wir uns darauf konzentriert die beste Bindung für die größte Zielgruppe zu bauen. Exotische Materialien sind aufregend und können mit Sicherheit die Performanz erhöhen, allerdings auch zu einem hohen Preis. Es gibt viele Möglichkeiten Geld und Zeit in die Entwicklung mit diesen Materialien zu stecken. Wir investieren diese Zeit um für den Großteil unserer Kunden relevante Optimierungen zu tätigen. Wenn wir einen Blick auf diese Firmen werfen, ist es nur ein kleiner Teil der Produkte die sie anbieten. Ja, wir bekommen Anfragen bezüglich spezieller Materialien, wenn die Zeit reif ist, werden wir auch hier etwas machen.

 

Virtuelles Interview mit Becca und Will:

Das ganze video gibt's auf unserem Youtube Channel.

 



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